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Tour de France: Farrar lässt Cavendish und Co. keine Chance

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Farrar widmet Weylandt den Sieg

04.07.2011, 16:58 Uhr | sid, dapd

Tour de France: Farrar lässt Cavendish und Co. keine Chance. "W" wie Wouter Weylandt: Tyler Farrar widmet den Etappensieg seinem verstorbenen Freund. (Foto: Reuters)

"W" wie Wouter Weylandt: Tyler Farrar widmet den Etappensieg seinem verstorbenen Freund. (Foto: Reuters)

Als Tyler Farrar über den Zielstrich rollte, waren die Gedanken bei seinem besten Freund. Der Amerikaner bildete mit beiden Händen ein großes "W" und widmete seinen Premierensieg bei der Tour de France dem beim Giro d'Italia im Mai 2011 tödlich verunglückten Belgier Wouter Weylandt. Der 27-jährige Farrar vom Team Garmin-Cervelo hatte noch bei der Siegerehrung ganz feuchte Augen.

"Das waren schreckliche zwei Monate mit vielen Höhen und Tiefen", sagte Farrar nach seinem Triumph auf der 3. Etappe vor dem Franzosen Romain Feillu und dem Spanier Jose Joaquin Rojas. "Ich wollte in Gedenken an Wouter etwas ganz Besonderes machen. Die Tour ist die beste Bühne dafür. Es ist ein bisschen unglaublich."

Cavendish und Greipel klar geschlagen

Ernüchterung brachte der erste Massensprint bei der diesjährigen Tour nach 198 Kilometern von von Olonne-sur-Mer nach Redon für die Erzrivalen Mark Cavendish und Andre Greipel. Beide waren im Finale nicht optimal positioniert und hatten mit der Vergabe der Spitzenplätze nichts zu tun. Der 15-malige Etappengewinner Cavendish wurde Fünter, Greipel musste sich mit Platz neun begnügen. "Damit kann man keinen Blumentopf gewinnen", sagte er enttäuscht.

Hushovd bleibt in Gelb

In der Gesamtwertung gab es nach dem turbulenten Auftaktwochenende diesmal keine Veränderung. Weltmeister Thor Hushovd trägt weiterhin das Gelbe Trikot auf seinen Schultern, dahinter folgen der zeitgleiche BMC-Teamkollege David Millar sowie Cadel Evans, der eine Sekunde zurückliegt. Bester Deutscher ist nach wie vor Linus Gerdemann mit einem Rückstand von vier Sekunden als Fünfter. Mit der gleichen Zeit wird Mitfavorit Andy Schleck geführt, während der dreimalige Tour-Sieger Alberto Contador weiterhin mit 1:42 Minuten im Hintertreffen liegt (Gesamtergebnis im Überblick).

"W" wie Wouter Weylandt: Tyler Farrar widmet den Etappensieg seinem verstorbenen Freund. (Foto: Reuters)"W" wie Wouter Weylandt: Tyler Farrar widmet den Etappensieg seinem verstorbenen Freund. (Foto: Reuters)

Fünf Fahrer lange vorne

Auf dem Weg in die Bretagne durften die Stars der Szene erstmals ein wenig verschnaufen, auch weil diesmal vom Atlantik her nur ein laues Lüftchen wehte. Das Geschehen bestimmte lange Zeit eine fünfköpfige Spitzengruppe, der auch der frühere Milram-Profi Nikki Terpstra angehörte. Zwischenzeitlich hatte die Fluchtgruppe, die drei Kilometer nach dem Start ausgerissen war, einen Vorsprung von etwas weniger als sieben Minuten herausgefahren. Als die Sprinterteams allerdings ernst machten, war das Unterfangen wie so oft bei der Tour zum Scheitern verurteilt.

Cavendish fast vom Rad geflogen

Im Finale ging dann die Post ab - mit einem Beinahe-Massensturz in der Schlusskurve 600 Meter vor dem Ziel. "Wir waren zu früh vorne, und in der Kurve musste ich stark bremsen. Ich hatte das Gefühl, dass ich vom Rad fliege", sagte Cavendish. "Da war der Sprint für mich vorbei", ergänzte Greipel. Der HTC-Zug geriet indes bereits ins Stocken, als die deutsche Tour-Hoffnung Tony Martin viel zu früh an der Spitze des Feldes war. Sportdirektor Rolf Aldag war nicht glücklich. "Ziel war es zu gewinnen. Das war natürlich ernüchternd", sagte der Westfale.

Nachträglich disqualifiziert

Für Cavendish kam es am Abend sogar noch dicker - der Brite wurde nach einem rüden Kopfstoß an Thor Hushovd nachträglich von einem Zwischensprint disqualifiziert. "Ich habe gerade erfahren, dass Thor und ich von der Zwischenwertung disqualifiziert wurden. Ich habe keine Ahnung, weshalb", twitterte der Sprintstar fassungslos.

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