Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Bahn-Radsportler kritisieren Pechstein

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Bahn-Radsportler kritisieren Pechstein

05.07.2011, 19:32 Uhr | dpa

Bahn-Radsportler kritisieren Pechstein. Claudia Pechstein erntet heftige Kritik angesichts ihrer Radsport-Pläne. (Foto: imago)

Claudia Pechstein erntet heftige Kritik angesichts ihrer Radsport-Pläne. (Foto: imago)

Vor dem Auftakt zur deutschen Meisterschaft der Bahnrad-Sportler in Berlin regt sich bei der Konkurrenz Kritik am geplanten Seitensprung von Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein. "Bei all ihren Verdiensten in ihrer Sportart - ich finde es ziemlich frech, wenn sie sagt, sie will nach drei Wochen Training in die Spitze fahren und damit zu Olympia", kritisierte Kristina Vogel in der "Thüringer Allgemeinen" die Pläne Pechsteins.

Technik und Taktik gefragt

"Würde sie sagen, ich trete bei der Deutschen an und gucke mal was da abgeht, okay. Aber sie redet gleich von Olympia. Wir sind doch nicht alles Amateure," wird Vogel von der "Bild" zitiert. Die Titelverteidigerin in den drei Disziplinen Sprint, Keirin und 500 Meter Zeitfahren reist selbstbewusst nach Berlin. Von der Quereinsteigerin Pechstein, die in der Einzelverfolgung über 3000 Meter und im Zeitfahren starten will, fordert sie Respekt: "Ich freue mich, gegen sie zu fahren", sagte Vogel, wobei sie das "gegen" ausdrücklich betonte.

Nachdem die 39 Jahre alte Pechstein zuvor auch einen Start im Sprint erwogen hatte, unterstrich die sechsfache Junioren-Weltmeisterin, Bahnsprint sei "eben nicht stupides Im-Kreis-Herumfahren, sondern hat viel mit taktischen Raffinessen und Fahrtechnik zu tun". Der fast doppelt so alten fünfmaligen Olympiasiegerin traut die 20-Jährige allerdings durchaus eine Medaille in der Einerverfolgung zu.

Zwei bekannte Beispiele

Pechstein wäre übrigens nicht die erste Eisschnelllauf-Größe, die auf dem Rad auf höchsten Niveau im Einsatz wäre. Eric Heiden, der bei den Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid alle fünf Wettbewerbe bei den Eisschnellläufern gewann, bewies auch nach Beendigung seiner Karriere seine Vielseitigkeit. Der Amerikaner nahm für das Team 7-Eleven an der Tour de France 1986 teil, musste aber wegen Sturzfolgen nach der 18. Etappe aufgeben.

Tour de France - Video 
Alberto Contador setzt zum Angriff an

Der Titelverteidiger macht Zeit gut. Evans siegt. Video

Die Kanadierin Clara Hughes schaffte es sogar, sich in beiden Disziplinen olympisches Edelmetall zu sichern. 1996 in Atlanta holte sie auf dem Rad zweimal Bronze, auf der Straße und im Einzelzeitfahren. Als Eisschnellläuferin gewann sie bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City die Bronzemedaille über 5000 Meter. Bei den Winterspielen 2006 in Turin holte sie über die gleiche Disziplin die Goldmedaille. Vor einem Jahr in Vancouver sicherte sich noch einmal Bronze über die 5000 Meter.

Auch eine Deutsche startet doppelt

Und auch eine Deutsche, schaffte den Spagat zwischen Eisschnelllauf und Radsport erfolgreich. Christa Luding-Rothenburger gewann für die DDR 1984 über 500 Meter und 1988 über 1000 Meter Gold im Eisschnelllauf. Dazu kommen eine Silber- und eine Bronzemedaille über 500 Meter bei den Spielen 1988 und 1992.

1988 brachte Luding-Rothenburger das Kunststück fertig, innerhalb eines Jahres sowohl bei Winter- als auch bei Sommerspielen Edelmetall zu gewinnen. Nach Gold und Silber im Eisschnelllauf qualifizierte sie sich trotz erheblichen Widerstandes der Funktionäre für die olympischen Bahnradsprint, in dem sie Silber holte.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal