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Tour de France: Evans gewinnt vierte Etappe

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Evans widmet seinen Sieg einem Deutschen

05.07.2011, 18:35 Uhr | t-online.de, dapd, dpa, sid

Ex-Weltmeister Cadel Evans hat die vierte Etappe der Tour de France gewonnen. Der Australier setzte sich in einem Herzschlagfinale gegen Titelverteidiger Alberto Contador durch, der nach seinem völlig verpatzten Tour-Auftakt ein deutliches Lebenszeichen abgab. Nach 172,5 Kilometern fehlten dem Spanier auf der Mûr-de-Bretagne nur wenige Zentimeter zum Tagessieg. Alexander Winokurow wurde Dritter (Etappenergebnis im Überblick).

"Der Sieg hat mich sehr, sehr überrascht. Ich konzentriere mich weiter auf das Gesamtklassement, aber der heutige Tag war ein gutes Zeichen für mich", sagte Tagessieger Evans, der in seiner wechselvollen Karriere oft der große Pechvogel war. "Mein größter Wunsch vor der Tour war: Bitte diesmal kein Pech." Im vergangenen Jahr war der Australier im Gelben Trikot gestürzt und hatte sich den Ellbogen gebrochen - dennoch fuhr er die Tour zu Ende.

Lob für Burghardt, Hushovd weiter in Gelb

Doch fast hätte Evans einmal mehr erwischt. Kurz vor dem Finale musste er seinen Rad wechseln und verlor zeitweise den Kontakt zum Feld. Doch er kam zurück und widmete seinen Tageserfolg hernach einem Deutschen. "Marcus Burghardt ist heute meine Held. Ich musste die Arbeit nur noch vollenden", sagte der Kapitän des BMC Racing-Teams über den gebürtigen Zschopauer. Burghardt hatte sich zu seinem Chef zurückfallen lassen und schleppte ihn unter riesiger Kraftanstrengung zurück ins Peloton. "Er hat mich wieder nach vorn gebracht", sagte Evans.

Das Gelbe Trikot des Gesamtführenden trägt weiterhin der Norweger Thor Hushovd, der auf dem zwei Kilometer langen Schlussanstieg mit durchschnittlich 6,9 Prozent Steigung seinen Vorsprung von einer Sekunde auf Evans verteidigte. Leer ging dagegen überraschend Philippe Gilbert aus, der den zweiten Etappensieg verpasste. Der Belgier hatte in dieser Saison bereits die drei Ardennen-Klassiker gewonnen und auch auf der ersten Etappe der Tour gesiegt. (Gesamtwertung im Überblick).

Acht Sekunden auf Schleck gut gemacht

Für Contador war Platz zwei eine Genugtuung nach dem Auftaktwochenende: Der Spanier, der unter Dopingverdacht steht, hatte auf der ersten Etappe durch einen Massensturz mehr als eine Minute auf die Konkurrenten verloren, im anschließenden Mannschaftszeitfahren kamen weitere Sekunden dazu. Auf der vierten Etappen konnte er nun aber Boden gutmachen und immerhin acht Sekunden auf seinen Herausforderer Andy Schleck rausholen.

"Das war ein guter Test. Alberto sah sehr stark aus und hat ein fantastisches Finale gezeigt", sagte der sonst eher wortkarge Saxo-Bank-Teamchef Bjarne Riis und lächelte wie man es bei ihm selten sieht: "Alberto wollte etwas versuchen, und er hat es gut gemacht." Wohl wahr - auch wenn der Rückstand auf seinen Herausforderer noch immer 1:30 Minuten beträgt. Dennoch war auch der Spanier erleichtert: "Acht Sekunden klingt nicht sehr viel, aber ich bin sehr zufrieden. Das war ein guter Tag für mich. Das erkannte auch Andy Schleck an: "Alberto hat heute wirklich eine starke Leistung gezeigt."

Klöden auf Platz zehn

Bester Deutscher war Andreas Klöden auf Platz zehn, der zeitgleich mit Evans und Co. das Ziel erreichte. Tour-Hoffnung Tony Martin musste am Schlussanstieg abreißen lassen und landete mit acht Sekunden Rückstand auf Rang 21. "Meine Platzierung war nicht schlecht. Ich hätte noch ein bisschen weiter nach vorn kommen können. Aber die Zeit war respektabel", sagte Martin, der in Paris mit einem Top-Ten-Platz liebäugelt.


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