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Tour de France: Stürze überschatten Etappensieg von Cavendish

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Schwere Stürze überschatten Cavendish-Sieg

06.07.2011, 18:12 Uhr | t-online.de, dapd, dpa, sid

Erst knallte es mehrmals im Peloton, dann ließ es "Rocketman" Mark Cavendish bei der 98. Tour de France zum ersten Mal krachen: Der Brite setzte sich auf der fünften Etappe über 158 Kilometer von Carhaix nach Cap Frehel im Massensprint vor dem Belgier Philippe Gilbert und dem Spanier Jose Joaquin Rojas durch und feierte damit seinen 16. Tour-Etappensieg - das ist Rekord. Die Führung im Gesamtklassement verteidigte Thor Hushovd erfolgreich. Der Weltmeister aus Norwegen geht damit am Donnerstag zum dritten Mal in Folge im Gelben Trikot an den Start. (Die Tour-Ergebnisse im Überblick)

"Das war schwierig. Ich hatte beim Sprint einen kleinen Zusammenstoß mit Andre Greipel. Dadurch bin ich zurückgefallen, aber dann habe ich es noch einmal probiert. Ich bin einfach nur froh, dass es noch geklappt hat", sagte Cavendish glücklich.

Gesink hat Glück im Unglück

Überschattet wurde die Etappe quer durch die Bretagne aber von einem Sturzfestival: Vor allem das Team Radio-Shack mit dem Gesamtfünften Andreas Klöden traf es hart. Der Slowene Janez Brajkovic, als einer der vier Kapitäne des Teams in die Frankreich-Radrundfahrt gegangen, musste nach einem schweren Sturz das Rennen aufgeben.

Bei Kilometer 71 hatte sich auf gerader Strecke ein Massensturz ereignet, in den neben Brajkovic auch der niederländische Podiumsanwärter Robert Gesink verwickelt war. Der Kapitän des Hannoveraners Grischa Niermann hatte Schmerzen am rechten Arm und schlug sich das linke Knie auf. Während Gesink weiterfuhr, musste Brajkovic jedoch mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Über die genaue Verletzung war zunächst noch nichts bekannt, Brajkovic schien aber benommen zu sein.

Contador stürzt, sein Helfer vom Motorrad umgefahren

Nur wenig später kam auch Titelverteidiger Alberto Contador zum zweiten Mal bei dieser Tour zu Fall. Contador warf daraufhin sichtlich genervt sein Rad in den Straßengraben. Teamchef Bjarne Riis gab dem 28-Jährigen ein neues Arbeitsgerät und schob ihn persönlich an. Contador schien sich, von leichten Schürfwunden abgesehen, nicht verletzt zu haben. "Das war heute sehr schwierig. Nach meinem Sturz musste ich mein Rad wechseln - die Schürfwunde an der Schulter ist nicht von Bedeutung", erklärte der Spanier.

Großes Pech hatte dann Contadors Helfer Nicki Sörensen. Der dänische Straßenmeister wurde von einem Begleitmotorrad regelrecht umgefahren, konnte aber zum Glück weiterfahren. Schließlich machte auch noch Ex-Weltmeister Tom Boonen Bekanntschaft mit dem Asphalt. Aber auch der Belgier rappelte sich wieder auf und setzte mit zerfetztem Trikot und schmerzverzerrtem Gesicht die Fahrt fort. Allerdings fasste er sich immer wieder an seine Schulter. Ob Boonen, der mit über 13 Minuten Rückstand ins Ziel kam, sich schwerer verletzt hat, ist noch unbekannt.

Erst ein Quartett, dann ein Duo

Für die Schlagzeilen sorgten indes andere. Zunächst suchte die vierköpfige Fluchtgruppe, bestehend aus Jose Gutierrez (Spanien) und den Franzosen Tristan Valentin (Cofidis), Sebastien Turgot und Antony Delaplace das Weite, doch bereits 46 Kilometer vor dem Ziel hatte das Peloton die Ausreißer wieder eingeholt. In der Schlussphase versuchten mit Thomas Voeckler und Jeremy Roy zwei weitere Franzosen ihr Glück - auch sie blieben erfolglos.


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