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Pechstein fährt bei Bahnrad-Premiere hinterher

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Pechstein fährt bei Bahnrad-Premiere hinterher

07.07.2011, 15:32 Uhr | dpa, sid

Das Ziel von Claudia Pechstein, sich mit dem Fahrrad für die Olympischen Spiele in London 2012 zu qualifizieren, ist in weite Ferne gerückt. Pechstein fuhr bei ihrer Premiere auf dem Rad der Spitze deutlich hinterher. Die Eisschnellläuferin belegte zum Auftakt der Bahn-DM in Berlin in der Qualifikation zur Einzelverfolgung über 3000 Meter in 3:56,641 Minuten den zehnten Platz und verpasste die Finalläufe deutlich. "Ich habe absolut Respekt vor ihrer Leistung. Aber für internationale Aufgaben reicht dies natürlich nicht aus", sagte Bundestrainer Thomas Liese.

Von der besten Zeit der Cottbuserin Stephanie Pohl (3:40,135) trennten Pechstein am Ende fast 16 Sekunden. Damit verpasste die Berlinerin die Qualifikation für die Weltcups, über die sich die deutschen Radsportler die Tickets für Olympia in London sichern können. "Es gibt da keine Hintertürchen: Wer die Weltcups nicht fährt, kann sich auch nicht für Olympia qualifizieren", stellte Liese unmissverständlich klar. In London ist im Ausdauerbereich nur die Mannschaftsverfolgung olympisch.

Keine Eintagsfliege

"Es hat riesigen Spaß gemacht, ich denke, das sieht man mir an. Aber ich nehme die Sache auch sehr ernst. Ich bin sehr zufrieden, aber ich habe noch große Reserven", sagte Pechstein nach ihrer Premiere nach nur neun Wochen Training. "Das war heute keine Eintagsfliege. Jetzt geht es erst richtig los. Ich muss sehen, wie ich künftig Rad- und Eisschnelllauf-Training verbinden kann." Am Freitag startet sie ein zweites Mal im 500-Meter-Zeitfahren, gilt dort aber auch als chancenlos.

Nach Pechsteins erstem Rennen hatten sich auch die Fachleute durchaus angetan gezeigt. "Sie macht sich auf dem Rad gut, eiert nicht rum. Die Leistung kann keine Enttäuschung sein", sagte Präsident Günter Polauke vom Berliner Radsport-Verband. "Das ist auf jeden Fall ein Erfolg für sie. Man darf nicht auf die Platzierung schauen, denn bisher war das Radtraining für sie nur Mittel zum Zweck", meinte ihr Radsport-Trainer Werner Otto. Otto kündigte an, dass er Pechstein weiterhin betreuen wolle.

Doppelbelastung könnte Probleme bringen

Um aber tatsächliche eine Chance auf ein Olympia-Ticket für 2012 zu haben, müsste sie im Frühjahr viele Rennen bestreiten - auch auf der Straße. "Ihr größtes Problem auf dem Weg zu Olympia ist das Training. Wir müssen sehen, was es für Möglichkeiten gibt", sagte Otto über seinen neuen Schützling, der im kommenden Winter natürlich auch als Eisschnellläuferin wieder für Furore sorgen will.

Ihr Auftritt im Radlager hatte im Vorfeld nicht nur Freude ausgelöst. So meinte Bundestrainer Detlev Uibel, dass ein Quereinsteiger die Disziplinen nicht so schnell erlernen könne. Und Top-Fahrerin Kristina Vogel wetterte: "Bei all ihren Verdiensten in ihrer Sportart - ich finde es ziemlich frech, wenn sie sagt, sie will nach drei Wochen Training in die Spitze fahren und damit zu Olympia."

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