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Tour de France: Ex-Teamkamerad vergleicht Armstrong mit Tintenfisch

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Armstrong ist wie ein Tintenfisch

08.07.2011, 14:32 Uhr | sid

Tour de France: Ex-Teamkamerad vergleicht Armstrong mit Tintenfisch. Einflussreich: Lance Armstrong soll im Radsport noch immer eine große Rolle spielen. (Foto: imago)

Einflussreich: Lance Armstrong soll im Radsport noch immer eine große Rolle spielen. (Foto: imago)

Auch wenn Lance Armstrong keine Rennen mehr fährt. Der Einfluss des Amerikaners auf den Radsport ist unvermindert groß. Das behauptet Armstrongs früherer Teamkollege Frankie Andreu am Rande der 98. Tour de France in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". "Er ist wie ein Tintenfisch, denn er hat seine Tentakel immer noch überall", sagte der 44 Jahre alte US-Amerikaner über seinen Landsmann.

Andreu fuhr einst bei Motorola und US Postal (1992 bis 2000) mit dem siebenmaligen Tour-Sieger Armstrong zusammen. 2006 verlor er einen Rechtsstreit gegen Armstrong, als er und seine Frau unter Eid angaben, Armstrong habe 1996 nach seiner Krebs-Diagnose im Krankenhaus von umfangreichem Doping berichtet. Andere Zeugen bestätigten dies aber nicht.

"Vielleicht wird das eine Bombe für Lance"

"Ich möchte bewiesen haben, dass meine Frau und ich die Wahrheit gesagt haben", erklärte Andreu. Er glaubt indes, dass sein Landsmann niemals eingestehen würde, gedopt zu haben. "Er ist zu sehr ein Kämpfer. Ich denke nicht, dass er jemals etwas einräumen wird, selbst wenn ihm dann wie Marion Jones das Gefängnis drohen könnte. Er würde nicht mal zugeben, dass er mal jemandem fünf Mäuse geklaut hat. Er wird in der Sache nie zurückstecken, er wird jeden niedermachen, der sich ihm in den Weg stellt", sagte der 44-Jähriger weiter.

Seiner Einschätzung nach könnten aber die Nachforschungen des US-Ermittlers Jeff Novitzky Armstrong treffen. "Vielleicht wird das für Lance Armstrong eine Bombe", so Andreu, der die Aussagen anderer ehemaliger Teamkollegen für glaubhaft hält. "Nur weil sie in der Vergangenheit gedopt und gelogen haben, muss man sie jetzt nicht als Lügner ansehen. Aber das ist ja Armstrongs Argument: Sie haben gedopt, sind nicht glaubwürdig!", sagte er über Tyler Hamilton und Floyd Landis, die Armstrong zuletzt schwer belasteten.

Andreu, der inzwischen ein drittklassiges US-Team betreut, stützt sich auf ein weiteres Indiz: "Nun hat ja sogar George Hincapie etwas beigetragen, sein alter, bester Freund und Teamkollege. Der Druck auf Armstrong ist enorm". Andreu hatte 2005 eingeräumt, während seiner Karriere selbst gedopt zu haben.

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