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Tour de France: Freude pur im HTC-Team

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HTC-Team erklimmt Gipfel der guten Laune

09.07.2011, 15:22 Uhr | sid

Tour de France: Freude pur im HTC-Team. Mark Cavendish bedankt sich bei Lars Bak nach seinem Sieg auf der 7. Etappe. (Foto: Reuters)

Mark Cavendish bedankt sich bei Lars Bak nach seinem Sieg auf der 7. Etappe. (Foto: Reuters)

Die Trauertage zum Start der 98. Tour de France sind vergessen. Bernhard Eisels Ausrutscher beim Mannschaftszeitfahren in Les Essarts genauso wie das taktische Desaster am dritten Renntag in Redon. War da was? Die Antwort bei HTC-Highroad dürfte "egal" lauten. Angeführt von der deutschen Tour-Hoffnung Tony Martin und Sprinter-König Mark Cavendish hat sich das US-Radteam aus dem Tal der Tränen befreit und pünktlich zu den ersten Bergetappen der Tour im Zentralmassiv den Gipfel der guten Laune erklommen.

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"Nach ein paar Startschwierigkeiten sind wir nun total zufrieden. Alles läuft perfekt und nach Plan", sagte ein freudestrahlender Martin nach Cavendishs Triumph af der 7. Etappe. Zwei Siege und ein zweiter Platz binnen drei Tagen - besonders Cavendish, der sonst eher ein Image als harter "Bad Boy" pflegt, wurde ganz rührseelig. "Ich bin so glücklich, meine Siege mit diesen Jungs teilen und die Tour, die ich mehr als alle anderen Rennen liebe, erleben zu können", sagte Cavendish.

Martin will seine Kräfte nicht schonen

Zuvor war er allem und jedem, was nur ansatzweise nach HTC-Highroad aussah, um den Hals gefallen: "Jungs, ihr seid die Allerbesten!" Mit einem dicken Schmatzer auf die Wange bedankte Cavendish sich besonders herzlich bei Martin. Der gebürtige Cottbusser, mit dem Ziel Top-Ten mit hohen eigenen Ambitionen ins Rennen gegangen, hatte sich wie in den vorherigen Sprints in den Dienst von "Cav" gestellt. Von Schonung für die Berge keine Spur. "Es gefällt mir vom Moralischen sehr gut, Teil des Sprintzugs zu sein und Teil zu haben an den Siegen von Mark. Es gibt mir ein sehr gutes Gefühl. Der Mehraufwand wird so wieder aufgewogen", sagte Martin.

Aldag: Eigentlich sollt er sich zügeln

Bei der Teamleitung wird Martins ungebremster Einsatz für Cavendish dagegen eher zwiespältig gesehen, verbieten will man ihm sein Engagement aber nicht: "Eigentlich sollte er sich da ein wenig zügeln. Aber er ist dann so in einer Euphorie, da fährt er für den Moment. Ihm ist es dann egal, dass er es am nächsten Tag vielleicht bereuen wird. Das spricht für seinen Charakter und die Geschlossenheit im Team", sagte Sportdirektor Rolf Aldag.

Sponsor lässt noch auf sich warten

Diese mannschaftliche Geschlossenheit ist neben der Vielfältigkeit in der Besetzung eines der Geheimnisse für den Erfolg von HTC-Highroad: In Mark Renshaw ist der wohl beste Anfahrer, in Cavendish der beste Sprinter und in Martin einer der besten Zeitfahrer im Team. Es bleibt ein Rätsel, dass Teamchef Bob Stapleton nach wie vor händeringend nach einem neuen Hauptsponsor für die kommende Saison sucht.

Martin: "Alle orientieren sich an uns"

Die Verhandlungsposition erleichtern könnte der Gewinn des grünen Trikots für den besten Sprinter der Tour. "Wir nähern uns", sagte Martin, der seinen Optimismus selbstbewusst begründete: "Wir stellen die beste Mannschaft mit dem besten Sprinter. Alle orientieren sich an uns." Cavendish setzt weiter auf die verlässliche Unterstützung seiner Jungs. "Ich muss eigentlich nichts tun. Sie liefern mir die Siege auf den Präsentierteller. Das kannst du nicht trainieren, das hat etwas mit Vertrauen zu tun."

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