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Tour de France: Greipel schlägt Erzrivale Cavendish

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Greipel feiert ersten Tour-Etappensieg

12.07.2011, 18:56 Uhr | sid, dpa, dapd

Andre Greipel hat seinen Erzrivalen Mark Cavendish in die Schranken verwiesen und seinen ersten Etappensieg bei der Tour de France gefeiert. Der Cottbuser setzte sich im Zielsprint der 158 Kilometer langen zehnten Etappe von Aurillac nach Carmaux gegen den in diesem Jahr schon zweimal erfolgreichen Briten durch. Den dritten Platz belegte der Spanier Jose Joaquin Rojas.(Die Tour-Ergebnisse im Überblick)

Das Gelbe Trikot verteidigte der Franzose Thomas Voeckler, das er auf der von dramatischen Stürzen überschatteten Etappe am Sonntag erobert hatte.

"Bin der glücklichste Mensch der Welt"

Greipel jubelte und sagte: "Es ist unglaublich, dass ich gewonnen habe. All die Jahre harter Arbeit haben sich ausgezahlt. Ich bin der glücklichste Mensch der Welt. Entscheidend war der letzte Berg, ich habe mich ans Hinterrad von Cavendish gehängt und hatte Gott sei Dank die besseren Beine." Trotz aller Freude waren Greipels Gedanken auch bei seinem schwer verletzten Teamkollegen Jurgen van den Broeck, den er im Krankenhaus besucht hatte. "Krankenhäuser sind eigentlich nicht mein Ding, aber es war sehr wichtig, um Jurgen nach seinem Sturz zu unterstützen. Er hat mir gesagt, ich soll den Sieg holen. Deshalb schenke ich ihm den Sieg", sagte Greipel. Van den Broeck war am Sonntag schwer gestürzt und liegt derzeit mit einem Schulterblattbruch und einem Lungentrauma im Krankenhaus.

Auch Erik Zabel, Sprint-Trainer beim Team HTC von Cavendish, zollte seinem deutschen Landsmann Respekt. "Andre hat das heute ganz clever gemacht", erklärte der ehemalige Weltklasse-Sprinter. Cavendish präsentierte sich nach seiner Niederlage unterdessen ganz kleinlaut. "Greipel hat mich geschlagen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen", sagte der Brite, der noch zu gemeinsamen Zeiten bei HTC stets den Vorzug vor dem Deutschen erhalten hatte. So gab Greipel erst nach seinem Wechsel zu Omega Pharma in diesem Jahr sein Debüt bei der Tour gegeben.

RadioShack weiterhin arg gebeutelt

Die zehnte Etappe begann erneut mit einem Crash. Björn Leukemans, Levi Leipheimer, Jeremie Galland, Robert Gesink und Fabian Cancellara erwischte es nur elf Kilometer nach dem Start. Alle Beteiligten konnten die Fahrt aber fortsetzen. Bei Leipheimer, der durch Stürze bereits mehrere Minuten auf die Spitze verloren hat, und dessen Team RadioShack wollte die Pechsträhne bei der Tour 2011 auch am Dienstag nicht abreißen. Nachdem in Jarez Brajkovic und Chris Horner zwei von vier gestarteten Kapitänen bereits aufgeben mussten, verlor das Team des deutschen Rundfahrspezialisten Andreas Klöden in Jaroslaw Popowitsch schon vor dem Start einen weiteren wichtigen Helfer. Der Ukrainer war zur zehnten Etappe wegen Fiebers nicht mehr angetreten. Klöden ist dagegen weiter Gesamtachter (2:43 Minuten zurcük).

Martin attackiert kurz vor dem Ziel

Nach rund 14 Kilometern setzte sich eine sechsköpfige Ausreißergruppe vom Peloton ab. Sie fuhr einen Maximalvorsprung von 3:45 Minuten heraus, wurden jedoch rund 17 Kilometer vor dem Ziel eingeholt. Wenig später zog zunächst das Team Omega Pharma-Lotto das Tempo an. Angeführt vom Träger des Grünen Trikots, Philippe Gilbert, bildete sich eine fünfköpfige Ausreißergruppe, in der neben Voeckler auch die deutsche Tour-Hoffnung Tony Martin mit von der Partie war.

Greipel rauscht vorbei

Der Fluchtversuch scheiterte jedoch an der Nachfolgearbeit von Leopard Trek. Auf den finalen Kilometern und der rasanten Abfahrt ins Ziel versuchte Martin mit letzter Kraft, Cavendish in eine gute Ausgangsposition zu bringen. Cavendish ging mit mehreren Metern Vorsprung auf die Zielgerade, ehe sich Greipel in einem Kraftakt kurz vor der Ziellinie an ihm vorbeischob. Martin ist derweil weiter bester Deutscher in der Gesamtwertung: Auf Rang sechs hat er 2:38 Minuten Rückstand auf Voeckler.

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