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Tour de France: Deutsche Profis auf Jobsuche

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Deutsche Profis auf Jobsuche

14.07.2011, 13:41 Uhr | sid

Tour de France: Deutsche Profis auf Jobsuche. Andre Greipel will auf alle Fälle in Belgien bleiben. (Foto: imago)

Andre Greipel will auf alle Fälle in Belgien bleiben. (Foto: imago)

Sebastian Lang hört auf, Andre Greipel gibt sich geheimnisvoll, und Tony Martin kann sich vor Angeboten kaum retten: Die deutschen Radprofis stellen bei der Tour de France die Weichen für ihre Zukunft. Auf Jobsuche sind sie allerdings nicht freiwillig, vielmehr werden sie wegen des drohenden Aus ihrer Teams aktiv. "Ich habe einen Plan B. Ich würde gerne meinen Vertrag bis 2012 erfüllen, aber ich will auch vorbereitet sein", sagt Tony Martin.

Bob Stapleton, Besitzer des Teams HTC und somit Chef von Martin, ist derzeit fieberhaft auf der Suche nach einem Sponsor. In die Karten will sich der US-Unternehmer nicht schauen lassen, Stapleton redet lediglich von "vielversprechenden Gesprächen." Eine Entscheidung über die Zukunft des erfolgreichsten Rennstalls der Welt soll erst nach der Tour und nicht schon am zweiten Ruhetag erfolgen. Martin muss sich ohnehin keine Sorgen um einen Arbeitsplatz machen. "Schon nach dem Sieg bei Paris-Nizza stand das Telefon nicht mehr still", sagte der 26-Jährige. Während der Tour beschäftigt sich Martin nicht mit Anfragen. Er überlässt diesen Bereich seinem Manager Jörg Werner.

Tour-Starter haben es einfacher

Trotz des mäßigen Rufs des Radsports und der wirtschaftlich nicht einfachen Situation hofft Martin, dass man bei der Tour so erfolgreich sei, dass sich niemand Sorgen machen müsse. Immerhin hat das Team schon drei Etappensiege eingefahren, und Martin liegt in der Gesamtwertung auf Kurs Top Ten. Neben Martin sind auch die nicht bei der Tour fahrenden Zeitfahrspezialisten Bert Grabsch und Patrick Gretsch bei HTC angestellt. Traditionell ist es für Tour-Starter deutlich einfacher, einen neuen Job zu finden. (Foto-Show: Die besten Bilder der 12. Etappe)

Greipel: "Es gibt nichts Neues"

Wie Martin dürfte auch Andre Greipel kein Problem haben, ein neues Team zu finden. Die Hauptsponsoren seines Rennstalls, Omega Pharma und Lotto gehen im nächsten Jahr getrennte Wege und wollen jeweils ein eigenes Team aufbauen. Greipel schweigt sich über Angebote aus: "Es gibt nichts Neues und ich gebe auch keine Wasserstandsmeldungen ab. Ich habe Leute, die das für mich machen."

Tour de France - Video 
Erster deutscher Etappensieg bei der Tour

Andre Greipel düpiert Cavendish - Voeckler weiter in Gelb. Video

Ohne Sieberg geht nichts

Eigentlich hat der gebürtige Rostocker noch einen langfristigen Vertrag, doch durch die Trennung der Geldgeber ist er frei. Greipel dürfte das sogar gelegen kommen, schließlich kann er sich nun seinen Tour-Etappensieg vergolden lassen. Dass Anfahrer und Kumpel Marcel Sieberg ein Teil des Greipel-Pakets sein wird, steht außer Frage.

Greipel will in Belgien bleiben

Nach derzeitiger Lage wird Greipel in Belgien bleiben. "Ich bin ja nicht gewechselt, um gleich wieder zu gehen", sagte der Rostocker der "Süddeutschen Zeitung". Die grobe Struktur des Teams solle weiter bestehen. Damit muss sich Greipel wohl nur entscheiden, ob er im kommenden Jahr das Trikot von Omega Pharma oder von Lotto tragen werde.

Für Lang ist Schluss

Greipels Teamkollege Sebastian Lang muss sich hingegen keine Gedanken über ein neues Engagement machen. Der Erfurter verkündete am Mittwoch sein Karriereende. Der 32-Jährige wird künftig im Sportpark Johannesplatz in Erfurt tätig sein.

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