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Tour de France: Jens Voigt begeistert bei seiner 14. Teilnahme

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Tour de France 2011  

Jens Voigt und seine Liebe zur Tour

14.07.2011, 14:35 Uhr | sid

Tour de France: Jens Voigt begeistert bei seiner 14. Teilnahme. Jens Voigt bereiten die Qualen bei der Tour de France sichtlich Spaß. (Foto: dpa)

Jens Voigt bereiten die Qualen bei der Tour de France sichtlich Spaß. (Foto: dpa)

Für Radprofi Jens Voigt ist seine Arbeit mehr als ein Job. "Ich weiß auch nicht, ob es jedem der Fahrer so geht. Aber für mich ist das meine Leidenschaft. Ich sehe mich als sehr glücklich und gesegnet an", sagte der 39 -Jährige vom luxemburgischen Team Leopard Trek. Voigt liebt, was er tut - trotz der Anstrengungen und Entbehrungen, die seine Arbeit oft mit sich bringt. Ans Aufhören denkt der Wahl-Berliner daher nur ungern, die Tour de France 2011 könnte dennoch seine letzte sein. (Foto-Show: Die besten Sprüche von Jens Voigt)

"Man kann das Alter nicht aufhalten", sagt Voigt, der sich in diesem Jahr bereits zum 14. Mal bei der Großen Schleife über Frankreichs Straßen quält. Damit ist Voigt zusammen mit Sprint-Legende Erik Zabel der deutsche Rekordteilnehmer.

"Barfuss oder Lackschuh"

Der Tour-Magie kann sich Voigt noch immer nicht entziehen. "Es ist mit Abstand das schönste Rennen der Welt, aber auch das schwerste. Es bringt alle Bandbreiten der Emotionen mit sich", sagte Voigt, der selbst das begehrte "maillot jaune" 2001 und 2005 jeweils für einen Tag überstreifen konnte: "Die Tour ist alles oder nichts, barfuß oder Lackschuh."

Die Begeisterung für das größte Radrennen der Welt beruht auf Gegenseitigkeit, die Grand Boucle liebt auch Jens Voigt. Seine offensive und selbstlose Fahrweise hat ihm in Frankreich große Anerkennung gebracht, im Peloton ist er einer der angesehensten Fahrer. Schonungslos mit sich selbst, immer zu vollem Risiko bereit. Das Wort des Profis, der bis November 2007 Sprecher des Verbandes der Radprofis (CPA) war, hat Gewicht im Kreise der Rad-Elite. (Foto-Show: Die besten Bilder der 12. Etappe)

"Stolz auf Tour-Start"

Tugenden, auf die man bei Leopard Trek trotz seines fortgeschrittenen Alters nicht verzichten wollte. Voigt steht im Aufgebot des vielleicht stärksten Teams der Tour. Der Routinier empfindet dies als große Ehre und Anerkennung: "Es macht mich schon ein wenig stolz, wieder für wert befunden worden zu sein, hier an den Start gehen zu dürfen." An der Seite der Mitfavoriten Andy und Fränk Schleck wäre der Erfolg eines seiner Kapitäne im Herbst seiner Karriere noch einmal eine Art Krönung für Voigt.

"Anderen wehtun ist meine Aufgabe"

Seine Rolle bei Leopard Trek ist klar definiert. "Ich bin der für die harte Arbeit. Anderen Fahrern wehtun, das ist meine Aufgabe", sagte Edelhelfer Voigt mit einem Lächeln und gibt sich in der Zielsetzung selbstbewusst: "Wir haben eine großartige und eingespielte Mannschaft. Wir sind bereit."

Besonders Andy, der jüngere der Schleck-Brüder, hat seiner Ansicht nach gute Chancen auf den Sieg: "Er ist ein netter, junger Mann mit einer großen Portion Lausbubencharme. Er hat die richtige Mischung aus Verantwortung und dieser Verspieltheit. Er hat dazugelernt." Von dem 26-jährigen Luxemburger hat auch der 13 Jahre ältere Voigt etwas gelernt. Auf Drängen Schlecks und der restlichen Teamkollegen legte sich Voigt einen Account beim Kurznachrichtendienst Twitter an. "Es gibt wohl nichts Überzeugenderes als den kalten Lauf einer Pistole an deinem Schädel", sagte Voigt augenzwinkernd über seine Beweggründe.

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