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Tour de France: Contador ist zum Angriff verdammt

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Contador ist zum Angriff verdammt

15.07.2011, 15:36 Uhr | dapd, t-online.de

Tour de France: Contador ist zum Angriff verdammt. Kann Alberto Contador nochmal ein Zeichen setzen? (Foto: imago)

Kann Alberto Contador nochmal ein Zeichen setzen? (Foto: imago)

Andy und Frank Schleck sticheln nach ihrer Kletter-Show auf der ersten Pyrenäen-Etappe gegen Alberto Contador, doch der Spanier zeigt sich unbeeindruckt. Trotz des erneuten Zeitverlusts bleibt der umstrittene Titelverteidiger nach außen hin die Ruhe selbst - und geht in die Offensive. "Die Dinge werden sich zum Guten wenden. Ich werde in guter Form sein", sagt der 28-Jährige. Wenn es auf der Königsetappe in den Pyrenäen zum Plateau de Beille hinauf geht (ab 11.45 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de), ist Contador zum Angriff verdammt, will er den Traum vom vierten Toursieg nicht schon nach der zweiten Woche begraben.

Doch die Schleck-Brüder wollen auch bei der zweiten Bergankunft ihren taktischen Vorteil ausspielen und Contador im Wechsel attackieren. Das hatte dem Spanier schon in Luz Ardiden den Zahn gezogen. Dementsprechend selbstbewusst geben sich die Luxemburger. "Wir haben unsere Stärke gezeigt. Contador ist nicht der Rivale, das sind Ivan Basso und Cadel Evans", sagt Andy Schleck provokant. Der 26-Jährige hatte die Tour im Vorjahr gegen Contador noch um 39 Sekunden verloren - auch, weil der Spanier sich einen technischen Defekt seines Kontrahenten zunutze gemacht hatte.

Angeschlagen, aber nicht geschlagen

HTC-Teamchef Rolf Aldag glaubt, dass es für Contador bei dieser Tour wohl nicht zum Sieg reichen wird. "Er hat bei jedem seiner Tour-Siege bei der ersten Bergankunft ein Zeichen gesetzt", sagt er. "Dieses Jahr hat er sogar noch Zeit verloren, das spricht sicher nicht für ihn." Allerdings hat Contador auch seine Fürsprecher, viele trauen einer möglichen Schwäche noch nicht. So titelt selbst das Tour-Organ "L'Equipe": "Angeschlagen, aber nicht geschlagen". Contador werde die Waffen nicht schon nach den ersten Bergen strecken.

Evans: Noch ein weiter Weg

Auch Cadel Evans, zweimaliger Zweiter der Tour, schreibt Contador noch nicht ab. "Bei der ersten Bergankunft der Tour passiert immer etwas, was man nicht erwartet", sagt der Australier. Evans betont jedoch, dass es einfach noch zu früh sei, um realistische Rückschlüsse ziehen zu können. Es sei noch ein weiter Weg bis Paris.

Es reicht wohl nicht mehr zur Topform

Ivan Basso warnt ebenfalls vor vorschnellen Schlüssen. "Niemand sollte Alberto unterschätzen. Er ist immer noch ein entscheidender Faktor bei dieser Tour", so der Italiener. Basso hatte allerdings im vergangenen Jahr nach seinem Giro-Sieg einsehen müssen, dass es im Anschluss bei der Tour nicht mehr zur Topform reichte. Das gleiche Schicksal könnte auch Contador ereilen.

Contadors Motor noch in der Aufwärmphase

Bei Contadors Rennstall Saxo Bank gibt man sich naturgemäß optimistisch. "Alberto hatte wohl einen schlechten Tag, aber das hat man oft auf der ersten Bergetappe", sagt Sportdirektor Bradley McGee. Viele große Namen hätten schon früher den Anschluss verloren, aber Alberto werde von Tag zu Tag stärker. Contador selbst sieht die Zeit auf seiner Seite. Sein Motor brauche noch etwas Zeit, um warm zu werden. Seine Stärke sei die Fähigkeit, sich schnell zu erholen. Das werde bei der Tour am Ende den Ausschlag geben.

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