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"Sechs Kilogramm abnehmen - wie soll das gehen?"

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"Sechs Kilogramm abnehmen - wie soll das gehen?"

15.07.2011, 21:40 Uhr | t-online.de



Hallo liebe Radsport-Fans,

als ich heute Morgen aufgestanden bin, ging es mir nach meinem Einbruch auf der ersten Pyrenäen-Etappe, auf der ich viel Zeit verloren habe, schon viel besser. Ich hatte mir vorgenommen, in eine Ausreißergruppe zu springen und mich zu zeigen. Das war ich mir und meinen Fans einfach schuldig. Leider habe ich das aber nicht geschafft. Glücklicherweise bin ich dann recht gut über den Col d’Aubisque rübergekommen und konnte diesmal mit den Besten mithalten - das ist die Hauptsache.

Auch meine leichte Erkältung macht mir eigentlich keine Probleme. Da wird ja schon von einer Stirnhöhlenentzündung gesprochen, die ich mir eingefangen hätte. Das stimmt so aber nicht. Ich habe lediglich leichten Schnupfen, der sich ein bisschen in die Nebenhöhlen gesetzt hat - alles halb so wild.

"Bin ein muskulöser Fahrer"

Insgesamt bin ich mit dem Tag zufrieden - solide Arbeit würde ich das nennen. Das Desaster gestern habe ich abgehakt. Aber natürlich wurmt es mich, dass ich mein Ziel, unter die Top Tenn zu fahren, wohl nicht mehr erreichen kann. Jens (Voigt) sagt ja, ich soll sechs Kilogramm an Muskelmasse abnehmen. Dann würde ich zwar meine Zeitfahrqualitäten einbüßen, dafür aber zukünftig auf dem Tour-Podest stehen. Leichter gesagt, als getan: Ich bin eben ein muskulöser Fahrer. Und  Sechs Kilogramm sind ist eine ganze Menge – wie soll das gehen? Wenn jemand einen Tipp hat, kann er sich gerne bei mir melden.

"Soviel Pech kann man gar nicht haben"

Richtig schade finde ich, dass Klödi (Andreas Klöden) heute aufgeben musste. Er ist nicht nur mein Trainingspartner, sondern auch ein guter Freund. Er ist bis hierhin so intelligent und aufmerksam gefahren, hat sich  immer vorne im Feld aufgehalten. Und dann passieren ausgerechnet dort die Stürze. So viel Pech kann man doch gar nicht haben! Ich hoffe, dass er sich schnell erholt und bald wieder zurückkommt.

Vorentscheidung fällt noch nicht

Morgen heißt es für mich wieder auf die Zähne beißen, wenn es auf der Hammeretappe zum Plateau de Beille geht. Ich verspreche euch: Ich werde alles geben. Aber ich kann keine Prognose abgeben, wie es mir ergeht. Aber eines ist klar: Eine  Vorentscheidung um den Tour-Sieg fällt noch nicht, auch wenn Alberto (Contador) weiter Zeit verlieren sollte. Die Schlecks oder Cavel Evans brauchen nur zu stürzen oder einen Hungerast zu bekommen. Und Aus ist der Traum vom Toursieg.

Bis morgen,

euer Tony (mehr Informationen findet ihr auf meiner Homepage www.tonymartin.de)

Die bisherigen TourBlogs von Tony Martin
12. Etappe: "Ich bin wahnsinnig enttäuscht"
11. Etappe: "Contador hat mächtig Wut im Bauch
10. Etappe: "Hätte das Ding gerne abgeschossen"
9. Etappe: "Außer Schürfwunden ist nichts passiert"
8. Etappe: "Meine Form wird immer besser"
7. Etappe: "Mark hat irgendwie immer den Reifen vorne"
6. Etappe "Die Tour rollt sich langsam ein"
5. Etappe "Die Stürze waren schon heftig"
4. Etappe "Regen eine willkommende Abwechslung"
3. Etappe "Es kann echt nur besser werden"
1. Etappe "Ich mache mich jetzt nicht verrückt"

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