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Tour de France: Frankreich glaubt an Thomas Voeckler

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Frankreich glaubt an Voeckler

18.07.2011, 15:33 Uhr | dapd

Tour de France: Frankreich glaubt an Thomas Voeckler. Thomas Voeckler im Gelben Trikot des Gesamtführenden. (Foto: Imago)

Thomas Voeckler im Gelben Trikot des Gesamtführenden. (Foto: Imago)

Es ist bereits 26 Jahre her, dass auf den Pariser Champs Elysees zuletzt die Marseillaise erklang. Die französische Radsport-Legende Bernard Hinault errang 1985 den letzten seiner fünf Siege bei der Tour de France. Nun rief die französische Sportzeitung "L'Equipe" auf der Titelseite dazu auf, an Thomas Voeckler, den Träger des Gelben Trikots, zu glauben.

Doch der 32-Jährige nimmt der Euphorie selbst den Wind aus den Segeln. "Es ist schön zu hören, aber ich glaube nicht eine Sekunde daran, die Tour zu gewinnen. Die Chance ist null", sagte Voeckler. Er glaube nicht, dass er in den Bergen noch mal auf dem gleichen Niveau wie die Favoriten fahren könne.

Französische Legende zweifelt an Voeckler

Auch Hinault zweifelt an einem Toursieger Voeckler. "Was er geleistet hat, ist fantastisch. Aber die Alpen sind schwieriger als die Pyrenäen. Da wird er Probleme bekommen." Allerdings scheint sich der Chefkritiker des französischen Radsports an den Leistungen des Europcar-Kapitäns zu erfreuen, denn Lob kommt von Hinault im Normalfall eher spärlich.

Die Konkurrenz ist sich uneinig

Die direkte Konkurrenz ist sich bei der Bewertung von Voecklers Fähigkeiten nicht einig. "Er gewinnt die Tour nicht", sagt Oldie Jens Voigt. "Er kann gerne Dritter hinter den Schlecks werden. Er fährt über seinen Verhältnissen. Das Gelbe Trikot verleiht ja Flügel. Irgendwann kommt der Hammer. Davon bin ich überzeugt."

Contador: "Sehe ihn auf einer Stufe mit Evans"

Ex-Weltmeister Cadel Evans ist komplett anderer Meinung. Er verstehe nicht, warum alle Welt die Schlecks noch als Favoriten sehe. Die hätten zwei Minuten Rückstand auf den Franzosen. "Voeckler hat es selbst in der Hand." Selbst Alberto Contador traut dem tapfer kämpfenden Voeckler noch eine Menge zu. "Er ist in einer unglaublichen Form. Ich sehe ihn auf einer Stufe mit Evans", sagt der Spanier. Und eben jenen Evans hatte sein Teamchef Bjarne Riis unlängst zum Favoriten auf den Sieg bei der Tour ausgerufen.

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