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Tour de France: Nur ein Schleck kann der Kapitän sein

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Nur ein Schleck kann Kapitän sein

20.07.2011, 19:15 Uhr | dpa

Tour de France: Nur ein Schleck kann der Kapitän sein. Frank (li.) und Andy Schleck - wer ist der Kapitän? (Foto: imago)

Frank (li.) und Andy Schleck - wer ist der Kapitän? (Foto: imago)

Der Masterplan der Schlecks klang ausgefuchst: Als Doppelspitze zur Tour de France, die größten Rivalen abwechselnd mit Attacken zermürben und schließlich den stärkeren der beiden Brüder auf den Thron hieven. Bislang stand sich das Leopard-Trek-Duo allerdings selbst im Weg. Statt doppelt stark wirkten die Luxemburger auf den ersten schweren Bergen in den Pyrenäen erstaunlich gehemmt - wohl unentschlossen, wer der beiden als Kapitän in die entscheidende Phase der Rundfahrt geht und wer sich als Edelhelfer verdingt. (Die Tour-Ergebnisse im Überblick)

Spätestens auf den finalen Alpenprüfungen am Donnerstag und Freitag muss die Wahl auf einen der beiden fallen, falls es dafür nicht sogar schon zu spät ist. (Die 18. Etappe ab 11.15 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de)

Riis kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen

"Die Schlecks müssen sich entscheiden", erkannte zu Wochenbeginn schon Bjarne Riis, in den vergangenen Jahren Teamchef der Brüder und seit dieser Saison ausgerechnet Chef von Alberto Contador. Der Spanier war der Nutznießer der Schleck-Aktionen in den Pyrenäen, als Andy und Frank zwar Angriffe lancierten, diese aber nicht durchzogen.

Angesprochen auf die verpassten Attacken der Leopard-Fahrer konnte sich Riis ein Schmunzeln nicht verkneifen. Zu einer Mutmaßung, wie denn er selbst das Kapitäns-Dilemma lösen würde, ließ sich der Däne nicht verleiten. "Aber es ist klar: Einer wird sich opfern müssen."

Toursieg als Familien-Projekt

Die Schlecks selbst demonstrieren seit Tour-Beginn Einigkeit, über die Rollenverteilung sollte die Form auf der Straße entscheiden. Bei der ersten Bergankunft in Luz-Ardiden fuhr Frank dem Bruder mitsamt den anderen Favoriten einige Sekunden davon, zwei Tage später schien Andy stärker in Form zu sein. Aber der jüngere der beiden zögerte.

Sollten sie sich einmal auf der Straße nicht einig sein oder in die Quere kommen, wollen sie sofort mit dem Radsport aufhören, sagte Andy Schleck vor kurzem in einem Interview. Der Tour-Sieg sei kein individuelles Ziel, sondern vielmehr ein Familienprojekt - auch wenn Vater Johny Schleck nach der verpatzten Regen-Etappe in Gap meinte: "Ich habe nie vom Gesamtsieg gesprochen. Ich habe immer gesagt, dass ich zufrieden wäre mit dem Podium, und das geht ja noch."

"Ich werde ihm helfen, und er mir"

"Ich glaube, einer von uns kann die Tour gewinnen", betonte Andy, zweimal Zweiter beim wichtigsten Radrennen der Welt. "Aber ich weiß nicht, ob es Frank sein wird oder ich. Aber eine Sache ist klar: Wenn Frank der Stärkere ist, werde ich ihm mit all meiner Kraft helfen. Wenn ich stärker bin, macht er dasselbe für mich."

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