Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Tour de France: Andy Schleck gelingt der große Coup

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Andy Schleck fährt allen davon

21.07.2011, 17:31 Uhr | t-online.de, dpa

Er riss die Arme hoch und Schrie seine Freude heraus: Mit einer taktischen Meisterleistung hat Andy Schleck auf der Königsetappe der 98. Tour de France zum legendären Col du Galibier seine Konkurrenten geschockt und sich den Etappensieg geholt. Die Plätze zwei und drei belegten sein Bruder Frank Schleck und der Australier Cadel Evans mit über zwei Minuten Rückstand. Titelverteidiger Alberto Contador erwischte ein rabenschwarzen Tag, brach im Etappenfinale ein und muss seinen vierten Toursieg wohl abschreiben. (Die Ergebnisse im Überblick)

In der Gesamtwertung verpasste Schleck, der ein Jahr nach seinem Sieg auf dem Tourmalet einen weiteren legendären Gipfel eroberte, das Gelbe Trikot nur knapp, das weiter Thomas Voeckler trägt. Auf dem 200,5 Kilometer langen Teilstück von Pinerolo nach Serre-Chevalier hatte der Franzose fast bis zum Ziel mit Evans, Frank Schleck und Ivan Basso mitgehalten und 15 Sekunden Vorsprung im Gesamtklassement gerettet.

Bin bereit für den Toursieg

"Ich habe heute Morgen gesagt, dass ich in Paris nicht Vierter werden will", sagte Andy Schleck, "ich wollte alles riskieren und hatte auch keine Angst, so früh anzugreifen. Ich habe mich super gefühlt und bin jetzt natürlich bereit für den Toursieg." Ein völlig entkräfteter Voeckler sagte unter dem Jubel der französischen Fans: "600 Meter vor dem Ziel habe ich keine Luft mehr gekriegt."

Contador erreicht abgeschlagen das Ziel

Mit einer krachenden Niederlage muss sich wohl Contador vom Traum eines vierten Tour-Erfolgs verabschieden. Der Spanier hatte den Attacken nicht nur lange nichts entgegenzusetzen - 1,5 Kilometer vor dem Ziel musste er sogar abreißen lassen und brach völlig ein. Er kam als 15. ins Ziel. In der Gesamtwertung liegt der Spanier, dem eine Dopingsperre vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS droht, 4:29 Minuten hinter Andy Schleck.

Freitag geht die Kletterpartie weiter

Andy Schlecks schärfster Rivale ist nun Evans. Der Australier, der auf der Jagd nach Schleck kurioserweise kaum Unterstützung von den anderen Top-Fahrern erhielt und sich bitter beschwerte, hat am Freitag die nächste Chance, Zeit gut zu machen. Auf der drittletzten Etappe stehen erneut der Galibier - der von der anderen Seite angefahren wird - sowie im Finale die Skistation L'Alpe d'Huez auf dem Programm.

Frühe Attacke

Auf der 18. Etappe über drei Berge der Ehren-Kategorie - der Col Agnel war mit 2744 Metern der höchste Punkt der Tour - hatte Andy Schleck schon am Col d'Izoard fast 60 Kilometer vor dem Ziel angegriffen. Überrascht von der Aktion setzte keiner der Klassementfahrer nach, so dass der Vorsprung stetig wuchs. Auf dem Pass lag er mehr als zwei Minuten vor dem Feld, in Briancon drei Minuten und am Fuß des letzten Berges gar knapp vier Minuten.

Mitstreiter stehen gelassen

In die Schlusssteigung zum 2645 Meter hohen Galibier, der vor 100 Jahren zum ersten Mal bei der Tour befahren worden war, hatte noch Teamkollege Maxim Monfort den Luxemburger und drei Ausreißer geführt. Auf der insgesamt 23 Kilometer langen Steigung ließ Schleck, der zwei Tage zuvor auf einer verregneten Abfahrt noch mehr als eine Minute Rückstand auf Evans und Contador kassierte hatte, dann aber der Reihe nach seine Mitstreiter stehen und steuerte unaufhaltsam dem Sieg entgegen.

Voigt wieder die Lokomotive

Wie schon in den Pyrenäen hatte Jens Voigt im Anstieg zum Izoard per Tempoverschärfung das Hauptfeld ausgedünnt und seinem Kapitän damit den Weg zur erfolgreichen Attacke bereitet. Beim Ausgang der Etappe spielten Deutsche dann wie erwartet keine Rolle.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal