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Tour de France: Tony Martin hat keinen Grund zur Klage

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Tony Martin hat keinen Grund zur Klage

23.07.2011, 18:51 Uhr | sid

Tour de France: Tony Martin hat keinen Grund zur Klage. Siegerfaust: Tony Martin trumpft im Zeitfahren auf. (Foto: dpa)

Siegerfaust: Tony Martin trumpft im Zeitfahren auf. (Foto: dpa)

Auf dem Dienstfoto in der steifen Polizeiuniform lächelt Tony Martin etwas verlegen, bei der Siegerehrung der 20. Etappe der 98. Tour de France strahlte der gebürtige Cottbuser dagegen über das ganze Gesicht. Der Polizeimeister hat sich mit dem Sieg beim Einzelzeitfahren der Frankreich-Rundfahrt einen Kindheitstraum erfüllt. Sein Weg zum Weltklasse-Zeitfahrer nahm beim RSV Frankfurt-Sossenheim seinen Anfang, bei dem Martin 1999 mit dem Radsport begann.

Es folgten mehrere Titel bei den hessischen Meisterschaften sowie der erste große Sieg bei der TMP Tour im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Erstmals in Kontakt mit dem Profiradsport kam er als "Azubi" im Team Gerolsteiner.

"Dadurch kann ich hart trainieren"

Seit 2008 tritt Martin für den heutigen Rennstall HTC-Highroad in die Pedale. Bei Trainingsfahrten hört der 26-Jährige Hip Hop, Rock und Elektromusik - schnelle Beats für schnelle Beine. "Dadurch kann ich sehr hart trainieren", sagt Martin. An seinem Sport begeistert ihn besonders die Geschwindigkeit auf dem Fahrrad: "Das Gefühl auf dem Fahrrad ist sehr speziell. Du bist extrem schnell und machst das alles selbst, hast nur den eigenen Körper und keinen Motor als Antrieb."

Privat lässt es Martin ruhiger angehen. Wettkampffreie Zeiten verbringt er am liebsten mit seiner Familie und Freunden. Völlig ausblenden kann er seine Passion für den Radsport aber auch dann nicht. In Kreuzlingen in der Schweiz, wo Martin mittlerweile wohnt, trifft er zu Ausfahrten und Grillabenden seine Teamkollegen Bert Grabsch und Patrick Gretsch.

Maximal die Hälfte des Jahres in der Heimat

Gerade im Sommer, wenn die großen Radrennen anstehen, sind diese Tage jedoch rar gesät. "Sehr entbehrungsreich" sei das Leben als Radprofi. Maximal die Hälfte des Jahres könne er zu Hause verbringen. "Ich möchte mich da aber nicht beklagen. Das ist ein Leben, das habe ich so nicht anders kennengelernt", sagte der 26-Jährige. Er habe sich damit arrangiert: "Man hat ja auch ein Ziel. Und das Ziel heißt Tour de France. Wenn man am Start steht und die begeisterten Massen sieht, dann weiß man wieder, wofür man das gemacht hat." Und für solche Momente wie in Grenoble, wo Martin seinen bisher größten Erfolg holte.

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