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Anhörung von Contador erneut verschoben

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Anhörung von Contador erneut verschoben

26.07.2011, 21:35 Uhr | dapd

Anhörung von Contador erneut verschoben. Alberto Contador wird von Journalisten befragt. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Alberto Contador wird von Journalisten befragt. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Der Dopingfall Alberto Contador wird zur juristischen Hängepartie. Der Internationale Sportgerichtshof CAS teilte mit, dass die Anhörung des spanischen Radprofis zum zweiten Mal verschoben wurde und nun voraussichtlich im November stattfindet. Nach der ersten Verschiebung auf Drängen von Contadors Anwälten (von Anfang Juni auf Anfang August) hat nun die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) um mehr Zeit gebeten.

Der zweite Aufschub "erlaube den Parteien ihre Beweise sowie Argumente hinsichtlich spezifischer, wissenschaftlicher Punkte zu vervollständigen", teilte der in Lausanne ansässige CAS mit. Ursprünglich sollte die Anhörung Contadors vom 6. bis 8. Juni stattfinden, wurde dann aber auf den Zeitraum vom 1. bis 3. August verlegt.

Contador lässt Spanien-Rundfahrt aus

Im Lager von Contador wertet man den Aufschub als Schwäche der WADA. "Die einzige Bedeutung ist, dass ihr Fall nicht stark genug ist. Contador will alles so schnell wie möglich erledigt haben", sagte Sprecher Jacinto Vidarte der Nachrichtenagentur AP. Aber wenn die WADA einen Aufschub erfrage, müsse man das akzeptieren.

Contador kann somit die Saison in aller Ruhe zu Ende fahren. Welche Rennen der dreimalige Toursieger noch bestreiten wird, ist unklar. Seine Teilnahme an der Spanien-Rundfahrt hat er bereits abgesagt. "Vielleicht bin ich im kommenden Jahr bei der Vuelta dabei. In diesem Jahr passt sie nicht in meinen Plan. Ich muss mich ausruhen", sagte Contador gegenüber spanischen Medien.

Schnelles Urteil nicht in Sicht

Der Kletterkönig aus Pinto war am zweiten Ruhetag der Tour de France 2010 positiv auf das muskelbildende Mittel Clenbuterol getestet worden. Der spanische Verband sprach Contador jedoch frei, sodass der Weltverband UCI und die WADA vor den CAS zogen. Doch statt einem angekündigten schnellen Urteil, reiht sich nun eine Verschiebung an die nächste.

Wahrscheinlich ist nun, dass erneut drei Tage für die Verhandlungen anberaumt werden. Offen ist, was die WADA zu der Bitte um Verlegung veranlasst hat. Angeblich will die Agentur vor dem CAS die in der Dopingprobe ebenfalls gefundenen Plasticizer thematisieren. Diese Weichmacher könnten ein Hinweis auf Blutdoping sein, da sie verwendet werden, um Blutbeutel geschmeidig zu halten.

Zweijahressperre und Ergebnislöschung drohen

Contador droht im Falle einer Verurteilung eine Zweijahressperre. Ihm würden alle Ergebnisse seit dem positiven Test, darunter je ein Gesamtsieg bei der Tour de France und dem Giro d'Italia, aberkannt werden. Seine fast sechsmonatige Suspendierung - Contador war von Ende August 2010 bis Februar 2011 aus dem Renngeschehen genommen worden - würde auf eine mögliche Sperre angerechnet werden.

Ob Contador nun von seiner neu gewonnenen Freiheit Gebrauch machen wird, bleibt natürlich fraglich. Bereits bei der Tour de France war ihm mehrmals klar gemacht worden, dass er unerwünscht ist. Bei der Präsentation pfiff das Publikum den kleinen Spanier gnadenlos aus, auf der Etappe nach Alpe d'Huez hielt ihm ein Fan einen Blutbeutel unter die Nase. Contador bedachte die Aktion mit einem satten Faustschlag.

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