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Tour de France 2012: Tony Martin träumt vom Gelben Trikot

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Tony Martin: "Das Gelbe Trikot wäre ein Traum"

29.06.2012, 09:49 Uhr | Von Björn Lücker, t-online.de, dpa

Tour de France 2012: Tony Martin träumt vom Gelben Trikot. Tony Martin will bei der Tour-Zeitfahren groß auftrumpfen. (Quelle: dpa)

Tony Martin will bei der Tour-Zeitfahren groß auftrumpfen. (Quelle: dpa)

Mäßiger Saisonstart, dann ein schwerer Trainingssturz und jetzt auf dem Punkt topfit: Nach einigen Auf und Abs in diesem Jahr fiebert Tony Martin der am Samstag in Lüttich beginnenden Tour de France entgegen. Der Zeitfahrweltmeister aus Eschborn hat sich einiges vorgenommen. Mindestens einen Etappensieg will der 27-Jährige feiern und das Gelbe Trikot gleich zu Beginn beim 6,4 Kilometer langen Prolog in Belgien überstreifen (Samstag ab 13.55 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de). "Das wäre die Erfüllung eines großen Traums“, sagte der 27-Jährige im Gespräch mit t-online.de. Mit ein bisschen Glück könnte Martin dann sogar das Maillot Jaune für eine Woche verteidigen.

Die Chancen auf Top-Resultate stehen in diesem Jahr für Martin besser als je zuvor. Der Kurs ist wie auf seinen Leib geschneidert. Über 100 Kilometer im Kampf gegen die Uhr stehen auf dem Programm, zudem gibt es nur drei Bergankünfte.

Etappensiege statt Gesamtklassement

Dass die Form stimmt, bewies Martin zuletzt bei den deutschen Zeitfahrmeisterschaften, die er souverän für sich entschied. "Da wollte ich noch einmal die Position auf dem Rad testen. Ich habe noch ein bisschen was verändert. Der Test hat auf jeden Fall etwas gebracht. Ich bin zufrieden mit dem Stand der Dinge."

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Hatte Martin in der Vergangenheit noch das Gesamtklassement bei der Frankreich-Rundfahrt im Visier, fährt er diesmal bei seinem neuen Team Omega Pharma-Quick Step auf Etappensiege. Neben dem Prolog konzentriert er sich auf die beiden schweren Einzelzeitfahren nach Besancon (9. Etappe) und am vorletzten Tag in Chartres (19. Etappe). Doch wäre bei dem zeitfahrlastigen Kurs nicht mehr drin? Martin wiegelt ab. "Ich will mich nicht verheddern. Zumal ja auch noch Olympia vor der Tür steht. Die Zielsetzung mit dem Gelben Trikot beim Prolog und den Etappensiegen ist genau richtig. Wenn ich die annähernd erfülle, wäre das schon eine erfolgreiche Tour für mich."

An Saisonaus nie gedacht

Dass Martin überhaupt noch vom Gelben Trikot, Tour-Etappensiegen und Olympia träumen kann, grenzt schon fast an ein Wunder. Nach einem enttäuschenden Saisonstart, als er nicht in Tritt kam, krachte er zu allem Überfluss Mitte April bei einem Trainingsunfall durch die Scheibe eines Autos. Frakturen im Gesicht waren die Folge, er war sogar kurze Zeit bewusstlos.

"Als ich aufwachte, sah ich die Köpfe der Polizisten und Sanitärer über mir", ließ Martin den Schock-Moment noch einmal Revue passieren. Zunächst dachte ich: 'Was wollt ihr von mir', bis mich dann die Realität einholte. Das musste ich erst einmal verarbeiten." An ein Saisonaus habe er aber nie gedacht. "Ich war immer optimistisch, dass ich meine Saisonhighlights in Angriff nehmen kann", betonte Martin, der auch keinerlei Schmerzen mehr verspürt.

Olympia-Gold im Sinn

Am 1. Mai saß er beim deutschen Frühjahresklassiker in Frankfurt wieder auf dem Rad und feierte ein starkes Comeback. Es folgte der Sieg bei der Belgien-Rundfahrt - und nun also die Tour de France. Insgeheim denkt Martin aber schon an das Olympische Zeitfahren am 1. August, zehn Tage nach dem Tour-Finale in Paris. "Bei aller Euphorie für die Tour: Olympia hat in diesem Jahr Priorität. Dort will ich Gold holen."

Tony Martin berichtet während der Tour de France für t-online.de von seinen Erlebnissen bei der größten Rundfahrt der Welt. Mehr zu Tony Martin unter www.tonymartin.de.

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