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Tour de France 2012: Schlussrunde für George Hincapie

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Schlussrunde für den ewigen Georges

30.06.2012, 13:36 Uhr | sid

Tour de France 2012: Schlussrunde für George Hincapie. George Hincapie beendet nach seiner 17. Tour de France seine Karriere (Quelle: imago)

George Hincapie beendet nach seiner 17. Tour de France seine Karriere (Quelle: imago)

Jan Ullrichs Stern ging gerade auf und Erik Zabel sprintete erstmals ins Grüne Trikot, als George Hincapie 1996 seine Premiere bei der Tour de France feierte. Der "ewige George" stürzt sich in Lüttich zum 17. Mal in das wichtigste Radrennen der Welt und wird damit zum alleinigen Rekordteilnehmer.

"Ich kann es gar nicht glauben. Es gibt im Profisport wohl nur eine Handvoll Leute, die so lange dabei sind wie ich", sagte Hincapie, der am Freitag 39 Jahre alt wurde. Der New Yorker geht mit einer großen Portion Wehmut ins Rennen. Hincapie, der seit 1996 in jedem Jahr bei der Tour startete und nur bei seiner Premiere Paris nicht erreichte, beendet nach der Saison seine 19-jährige Karriere. Wenn möglich mit einem weiteren Tour-Sieg durch seinen Kapitän beim Team BMC Racing, Vorjahressieger Cadel Evans aus Australien.

Hoffen auf einen Sturz

"Es wird ein sehr spezieller Moment sein, in diesem Jahr auf den Champs-Elysees anzukommen. Ich weiß noch nicht, wie es ohne Profiradsport sein wird", sagte der langjährige Weggefährte von Lance Armstrong. Als einziger Fahrer war Hincapie bei allen sieben Tour-Siegen des Rekordchampions dabei: "Es waren unzählige Kilometer im Wind, die ich gefahren bin."

Schon bei seinem Tour-Debüt 1996 fuhr Hincapie an der Seite Armstrongs, beide stiegen allerdings vorzeitig aus dem Rennen aus. "Es hat so geschmerzt, dass ich gehofft habe zu stürzen. Und ich stürzte", sagte Hincapie. Bei den Armstrong-Triumphen in den Jahren 1998 bis 2005 war er wichtigster Helfer und Vertauter in einer Person. "Er ist wie ein Bruder für mich", adelte Armstrong seinen treuen Gefährten.

"Ich bin zufrieden mit meiner Karriere"

Doch auch im Schatten des großen Texaners durfte der Domestike hin und wieder selbst ins Rampenlicht fahren. 2006 verpasste Hincapie beim Tour-Prolog in Straßburg den Sieg um eine Hundertstelsekunde, sicherte sich einen Tag später aber das Gelbe Trikot - wenngleich nur für 24 Stunden. Ein Jahr zuvor hatte er auf dem Pla d'Adet die Königsetappe in den Pyrenäen gewonnen und mit Platz 14 seine beste Tour-Platzierung erreicht. "Ich bin zufrieden damit, wie meine Karriere verlaufen ist", sagte Hincapie.

Dass ihm die ganz großen Erfolge abseits der Tour fehlen, sieht er nicht als Makel. "Die Tour hat mir alles gegeben, meinen Namen, meine Familie. Ich habe meine Frau in Paris kennengelernt, heute haben wir drei Kinder", sagte Hincapie, der mit seiner Firma für Sport- und Modeartikel bereits die Weichen für das Leben nach der Profikarrire gestellt hat. Seine letzte Tour soll Hincapie nach dem Willen seines Teams mit einem eigens für diesen Anlass gestalteten Rad bestreiten, das ihm am Freitag zu seinem Geburtstag überreicht wurde. Hincapie war gerührt, blieb aber gewohnt bescheiden: "Das Design ist wunderschön. Anstatt es zu fahren, würde ich es aber am liebsten zu Hause an die Wand hängen."

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