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Tour de France 2012: Kittel fühlt sich schwanger

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Kittel: Sah aus, als wäre ich schwanger

03.07.2012, 16:35 Uhr | t-online.de

Tour de France 2012: Kittel fühlt sich schwanger. Hat mit Magenproblemen zu kämpfen: Marcel Kittel. (Quelle: imago)

Hat mit Magenproblemen zu kämpfen: Marcel Kittel. (Quelle: imago)

Zum Glück der Rennfahrer gibt es Twitter. Die Kommunikationsplattform ist fast nicht mehr weg zu denken aus dem Peloton der 99. Tour de France. So meldete sich auch Marcel Kittel zu Wort, der auf der zweiten Etappe erfahren hatte, warum das Rennen auch Tour der Leiden heißt. Wegen Magenproblemen hatte die deutsche Sprinthoffnung nichts mit dem Ausgang der Spurtentscheidung zutun. Mit einem Rückstand von 6:33 Minuten auf Sieger Mark Cavendish kam der Argos-Profi ins Ziel.

"Immerhin, es sieht so aus, als wäre es heute besser", erklärte Kittel. Zu seinem Auftritt auf der zweiten Etappe meinte er nur: "Ich habe mich in der TV-Aufzeichnung der gestrigen Etappe gesehen. Mein Bauch war voller Wasser. Mal ehrlich, dass sah so aus, als wäre ich schwanger." Kittels Lektion der ersten Tage: Bei der Tour darf man sich keine Schwäche leisten, und Erfahrung sowie Abgezocktheit zählen zuweilen mehr als schnelle Beine.

"Ich bin froh, dass ich gestern überhaupt ins Ziel gekommen bin", sagte der Tour-Debütant vor dem Start der dritten Etappe. Er erklärte zudem, wie sich der Magen-Darm-Virus auf sein Leistungsvermögen auswirkte. "Am Sonntag habe ich im Schnitt 220 Watt getreten und habe mich im Ziel gut gefühlt. Gestern waren es mit Mühe und Not 160 Watt – und im Ziel war ich mausetot“, wird er weiter aus seinem Tour-Blog zitiert.

Cavendish feiert sensationellen Etappensieg

21. Etappensieg für den Briten. Der Weltmeister schlägt seinen Erzrivalen im Fotofinish.

Der Weltmeister schlägt seinen Erzrivalen.


Der erste Ausfall

Konstantin Siutsou hat als erster Fahrer die 99. Tour aufgeben müssen. Der 29-Jährige Weißrusse vom Team Sky war auf der dritten Etappe rund 50 km vor dem Ziel in Boulogne-sur-Mer in einen Massensturz verwickelt und musste verletzt aussteigen.

Nur 20 Kilometer später kam es an der Spitze des Hauptfeldes erneut zu einem großen Crash, bei dem Jose Joaquin Rojas erwischte. Der Spanier aus dem Movistar-Team verletzte sich am Schlüsselbein und musste aufgeben. Damit sind noch 196 Fahrer im Rennen.

Nichts für Sprinter

Sprintkollege Mark Renshaw kam als Neunter zwar deutlich früher ins Ziel. Grund zur Freude hatte aber auch er nicht. "Ich habe nach dieser Etappe guten Schlaf gebraucht, um wieder runter zu kommen. So eine Tour-Etappe ist einfach mit nichts zu vergleichen. Binnen einer Sekunde sind all deine Chancen weg und alles ist vorbei", sagte der Australier aus dem Rabobank-Team.

Dabei ist es doch der große Traum von "allen, eine Tour-Etappe zu gewinnen." Auf dem dritten Tagesabschnitt mit einem Schlussanstieg der vierten Kategorie sieht er sich und seine Sprinterkollegen nicht vorne. "Das ist nichts für uns. Aber an den zwei Tagen danach bekommen wir wieder unsere Chance", erklärte Renshaw.

Ullrich: "Diese Idee ist super"

Jan Ullrich findet "die Idee super, dass ein Sponsor vielleicht dem Radsport in Deutschland wieder eine Chance geben" will. In seinem Blog bei "eurosport.yahoo.de" bezog sich der Tour-Sieger von 1997 damit auf die bekanntgewordenen Bestrebungen der Pharma- und Kosmetikmarke Alpecin, im kommenden Jahr ein Elite-Team auf die Beine zu stellen.

Das Unternehmen will zusammen mit dem US-Radhersteller Trek und weiteren, kleineren Sponsoren groß investieren. Es ist von einem Jahresetat von rund 15 Millionen Euro die Rede. Die Galionsfiguren der neuen Mannschaft, die 2013 am Tourstart stehen will, sollen die Luxemburger Profis Andy und Frank Schleck, der Berliner Routinier Jens Voigt und Linus Gerdemann sein.

Die erste Strafe

Der Belgier Kris Boekmans ist als erster Fahrer der Tour 2012 bestraft worden. Der Profi aus dem Team Vacansoleil erhielt 20 Sekunden Zeitstrafe aufgebrummt, weil er sich zu lange im Windschatten eines Autos aufgehalten hatte.

2018 wieder in Belgien?

Kaum hat die Tour Belgien verlassen, häufen sich die Meldungen, dass sie umgehend ins Nachbarland zurückkehren soll. So berichtet "hnl.be", dass die Provinz Limburg den Auftakt 2018 austragen möchte und bereits beim Tour-Veranstalter ASO eine Bewerbung abgegeben hat. Das könnte auch deutsche Radsport-Fans interessieren, grenzt Limburg doch an Deutschland.

Die Provinz könne bereits jetzt das Geld für die Austragung garantieren. Zumal die Bewerbung Unterstützung durch Belgiens Premierminister Elio Di Rupo und dem Ministerpräsidenten von Flandern, Kris Peeters erhält. "Der Tour-Start bringt so viel Interesse, das hat man beim Start in Lüttich gesehen. Wir als Radsport verrückte Region müssen darauf einfach reagieren", sagte Jean-Paul Peuskens, Sprecher der Provinz Limburg.

Tour-Ticker vom Vortag: Die Tour ohne seinen Teufel?

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