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Tour de France 2012: Frust bei Greipel: Cavendish siegt auch allein

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Frust bei Greipel: Cavendish siegt auch allein

03.07.2012, 15:31 Uhr | sid, t-online.de

Tour de France 2012: Frust bei Greipel: Cavendish siegt auch allein. Andre Greipel kann die Niederlage in Tournai nicht fassen. (Quelle: dpa)

Andre Greipel kann die Niederlage in Tournai nicht fassen. (Quelle: dpa)

André Greipel zerrte wütend an seinem Lenker und fluchte. Wieder war es nichts mit dem zweiten Etappensieg bei der Tour de France, wieder war es ausgerechnet sein britischer Rivale Mark Cavendish, der Greipel im Massensprint in Tournai um wenige Zentimeter den Erfolg entriss. Noch bitterer als Platz zwei beim ersten Schlagabtausch der Sprinter wirkte jedoch die Erkenntnis, dass Weltmeister Cavendish trotz fehlender Unterstützung seines Sky-Teams Greipel düpierte, obwohl dessen Mannschaftskollegen ihm den Spurt perfekt angezogen hatten.

"Natürlich bin ich enttäuscht, aber wir haben weiter die meisten Pferdestärken im Feld", sagte Greipel. Doch gerade das könnte dem 29-Jährigen auch zum Nachteil gereichen. Greipel, für den bei Flachetappen bis zu sechs Fahrer von Lotto-Belisol schuften, ist derjenige, an dem sich alle anderen Sprinter orientieren. Der Platz an seinem Hinterrad ist die beliebteste Position vor den letzten Metern.

Cavendish schelmisch: "Hätte auch früher vorbeiziehen können"

In Tournai wurde das für jeden ersichtlich. Cavendish und der Rest der Sprint-Elite hielten sich bis zuletzt abwartend zurück, erst 200 Meter vor dem Ziel preschte der Brite aus dem Schatten Greipels und flog am WM-Dritten vorbei. Auch die restlichen Sprinter um den slowakischen Jungstar Peter Sagan (Liquigas-Cannondale), dem Sieger von Seraing am Sonntag, konnten dem selbst ernannten "schnellsten Mann auf zwei Rädern" danach nicht mehr folgen.

Cavendish feiert sensationellen Etappensieg

21. Etappensieg für den Briten. Der Weltmeister schlägt seinen Erzrivalen im Fotofinish.

Der Weltmeister schlägt seinen Erzrivalen.


Cavendish reagierte nach seinem Sieg gewohnt selbstbewusst. "Ich bin ein wenig spät rausgefahren und hätte eigentlich schon früher an Greipel vorbeiziehen können. Es war deshalb dann doch etwas knapp", sagte der 27-Jährige von der Isle of Man, der sich im Ziel sein typisches schelmisches Grinsen nicht verkneifen konnte. Mit Cleverness und taktischem Gespür hatte sich Cavendish ohne Teamunterstützung die letzten Kilometer zur optimalen Position an der Spitze des Pelotons gekämpft und mit den Triumph über Greipel viele Kritiker vorerst zum Schweigen gebracht.

Nächste Chance für Greipel kommt

Bei der Tour 2011, so eine gängige Meinung, war es vor allem der perfekte Sprintzug von HTC-Highroad gewesen, der Cavendish mit einer Ausnahme auch für seinen Ex-Teamkollegen Greipel praktisch unschlagbar machte. Bei seinem neuen Team Sky, das den Fokus auf den geplanten Tour-Sieg von Bradley Wiggins legt, ist Cavendish dagegen als Einzelkämpfer unterwegs. Und scheint dennoch kaum zu schlagen. "Er hat gezeigt, warum er der beste Sprinter der Welt ist, und bewiesen, dass er keinen Sprintzug braucht", schwärmte Sky-Teamchef Dave Brailsford.

Am Mittwoch bietet sich Greipel und seinem Sprintzug von Lotto-Belisol die nächste Möglichkeit, das Kräfteverhältnis zu ihren Gunsten zu korrigieren. Beim erwarteten Massensprint in Rouen soll dann Greipel jubeln - und der geschlagene Cavendish fluchen.

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