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Tour de France 2012: Greipel siegt, Cavendish stürzt

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Greipel siegt, Cavendish stürzt

04.07.2012, 18:10 Uhr | dpa, t-online.de

Tour de France 2012: Greipel siegt, Cavendish stürzt. Unbändiger Jubel: Andre Greipel schreit die Freude über seinen Etappensieg hinaus. (Quelle: AP/dpa)

Unbändiger Jubel: Auf der 4. Etappe kann sich André Greipel durchsetzen und schreit die Freude über seinen Sieg heraus. (Quelle: AP/dpa)

Perfekt! André Greipel schrie seine Freude lautstark heraus, nachdem sich der Sprinter seinen Etappensieg bei der Tour de France gesichert hatte. Der Deutsche setzte sich auf der 4. Etappe über 214,5 Kilometer von Abbeville nach Rouen durch. Der Lotto-Rennfahrer profitierte dabei allerdings von einem Massensturz, der das Feld im Finale auseinander riss. Leidtragender war dabei auch Supersprinter Mark Cavendish, der mit dem Ausgang der Etappe nichts mehr zu tun hatte. Tagesrang zwei ging an den Italiener Alessandro Petacchi. Dritter wurde der Niederländer Tom Veelers. (Das Etappenergebnis im Überblick)

Cavendish stürzt schwer auf der 4. Etappe

Der Favorit verpasst seinen zweiten Etappensieg, der Deutsche André Greipel profitiert vom Sturz des Briten und fährt zu seinem zweiten Erfolg.

Der Favorit verpasst seinen zweiten Etappensieg.


"Ich bin so glücklich. Die Jungs an meiner Seite haben klasse Arbeit geleistet. Es ist fantastisch", sagte Greipel. Dass sein größter Rivale Cavendish zuvor von einem Sturz ausgebremst worden war, trübte seine Freude dabei nicht im Geringsten. "Stürze sind leider eine Sache, die bei uns zum Sport dazugehören. Das ist nicht schön, aber ich denke, heute gab es noch genug Konkurrenz, die es zu schlagen galt", sagte der Tagessieger.

Ungläubiger Blick, blutender Ellenbogen

Der Weltmeister war rund drei Kilometer vor dem Ziel in einen Massencrash verwickelt und saß mit ungläubigen Blick und blutendem Ellenbogen auf der Straße. Sichtlich bedient rollte der Weltmeister im zerrissenen Regenbogentrikot ins Ziel und stapfte am feiernden Greipel vorbei. (Gesamtwertung im Überblick)

Greipels Team Lotto-Belisol hatte derweil den Sprint für ihren schnellsten Mann perfekt angezogen - dieses Mal jedoch mit dem besseren Ende für Greipel. Erst spät fuhr er im Wind und wehrte mit einer Energieleistung alle Überholversuche der Gegner ab. Mit seinem Sieg polierte Greipel auch die bis dato bittere Bilanz der deutschen Radprofis auf, die vor allem durch Pannen, Stürzen und Verletzungen von sich Reden gemacht hatten.

Martin muss erst spät abreißen lassen

Einen weiteren ernüchternden Tag auf den Straßen Frankreichs erlebte auch Sorgenkind Tony Martin. Der Zeitfahr-Weltmeister hielt sich nach seinem am Sonntag erlittenen Kahnbeinbruch auch mit neuer Spezialmanschette für die lädierte linke Hand nur am Ende des Hauptfeldes auf und musste erst durch die Tempoverschärfung an der Spitze rund drei Kilometer vor dem Ziel abreißen lassen.

Trotz Schmerzen will Martin jedoch mindestens bis zum ersten langen Zeitfahren am kommenden Sonntag nach Besancon auf die Zähne beißen, um dort ein letztes Mal für das Zeitfahren bei den Olympischen Spielen in London zu testen. Auch Sprinter Marcel Kittel, dem seit Montag ein Magen-Darm-Infekt arg zusetzt, schleppte sich geschwächt mit Mühe ins Ziel.

Trio liegt lange an der Spitze

Keine Änderung gab es an der Spitze der Gesamtklassements, das weiter vom Schweizer Prologsieger Fabian Cancellara (RadioShack-Nissan) mit sieben Sekunden Vorsprung auf den Mitfavoriten Bradley Wiggins (Sky) angeführt wird. Vorjahressieger Cadel Evans (BMC Racing) liegt mit 17 Sekunden Rückstand auf Platz sieben. Bester Deutscher ist als Zehnter Andreas Klöden mit 19 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen Cancellara.

Bis acht Kilometer vor dem Ziel hatte ein Trio das Geschehen bestimmt. Die beiden Franzosen David Moncoutie und Anthony Delaplace sowie der Japaner Yukiya Arashiro hatten sich kurz nach dem Start vom Feld gelöst und phasenweise über acht Minuten Vorsprung herausgefahren. Im Finale machte das Peloton, vor allem die Teams der Sprinter, dann aber ernst, drückte aufs Tempo und reduzierte den Rückstand Stück um Stück.

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