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Tour de France 2012: Andre Greipel feiert zweiten Etappensieg

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Greipel feiert zweiten Etappensieg in Folge

06.07.2012, 09:22 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Sprinter kennen keine Gnade

Kurz vor dem Ziel platzt der Traum vom Ausreißer-Sieg.

Kurz vor dem Ziel platzt der Traum vom Ausreißer-Sieg.


Was für ein grandioser Sieg: Der deutsche Topsprinter André Greipel hat in einem an Spannung kaum zu überbietenden Schlussspurt seinen zweiten Etappentriumph bei der Tour de France in Folge gefeiert. Der 29-Jährige vom Team Omega Pharma-Lotto setzte sich auf dem fünften Tagesabschnitt mit einem unwiderstehlichen Antritt im Massensprint vor dem Australier Matthew Goss und Juan José Haedo aus Argentinien durch. (Etappenergebnis in der Übersicht)

Bis kurz vor dem Zielstrich hatte eine verbissen kämpfende vierköpfige Ausreißergruppe, die sich auf der 196,5 Kilometer langen Etappe von Rouen nach Saint-Quentin früh abgesetzt hatte, den Sieg noch vor Augen. Doch die Sprinterteams machten mächtig Dampf und fing die Spitzenreiter auf den letzten 200 Metern noch ab. "Das war der härteste Sprint, den ich je gefahren bin", sagte ein völlig erschöpfter, aber auch überglücklicher Greipel. Der nur fünftplatzierte Weltmeister Cavendish, der am Vortag bei Greipels erstem Triumph wegen eines Sturzes nicht direkt in die Entscheidung eingreifen konnte, hatte gegen seinen Erzrivalen keine Chance. (Gesamtergebnis im Überblick)

"Ich weiß, wie viel PS wir haben"

Wie schon am Vortag hatten Greipels Teamkollegen den Sprint ihres Kapitäns perfekt vorbereitet, allerdings wären sie auf der Verfolgung einer hartnäckigen Ausreißergruppe fast aus dem Rhythmus gekommen. "Ich weiß, wie viel PS wir haben", hatte Kraftpaket Greipel schon nach seiner diesjährigen Sieg-Premiere in Rouen unterstrichen.

Unverändert blieb die Situation an der Spitze des Gesamtklassements, das weiter von Prologsieger Fabian Cancellara (RadioShak) mit sieben Sekunden Vorsprung auf den britischen Mitfavoriten Bradley Wiggins (Sky) angeführt wird. Der australische Vorjahressieger Cadel Evans (BMC Racing) liegt mit 17 Sekunden Rückstand auf Platz sieben. Bester Deutscher ist als Zehnter Andreas Klöden mit 19 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen Cancellara.

Kittel muss aufgeben

Für den erkrankten Tour-Debütanten Marcel Kittel ist die Tour derweil zu Ende. Den frühen Schlusspunkt unter eine ganz bittere Tour-Premiere musste Kittel setzen, als er 39 Kilometer nach dem Start vom Rad stieg. Zu starke Schmerzen im linken Knie zwangen ihn zum vorzeitigen Aus - ein erhoffter Etappenerfolg blieb dem Sprinter verwehrt. "Er ist sehr niedergeschlagen, traurig und enttäuscht", berichtete Teamchef Iwan Spekenbrink. Kittel hatte in diesem Jahr vor der Tour bereits sieben Tageserfolge gefeiert und galt als großer Herausforderer von Greipel und Cavendish. Beide hatte er eine gute Woche vor Tour-Start bei der ZLM-Tour bereits geschlagen.

Der 24-Jährige litt seit Sonntagabend an einem Magen-Darm-Virus, das ihn erheblich schwächte und ein Eingreifen in die bisherigen Massensprints unmöglich machte. Am Mittwoch hatte er noch gehofft, es gehe "bergauf" - dabei aber offensichtlich nur an das Magenleiden und nicht an sein Knie gedacht. Wie Argos-Shimano-Sprecher Bennie Ceulen vermutete, könnte Kittels zuletzt verkrampfter Fahrstil infolge der Probleme mit dem Magen der Grund für die Knieprobleme sein.

Tony Martin beißt weiter auf die Zähne

Das zweite deutsche Sorgenkind, Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, kam wie schon in den vergangenen Tagen am Ende des Feldes ins Ziel. Der Omega-Profi ging zum zweiten Mal mit einer neuen Schiene an den Start, die nach seinem Kahnbeinbruch in der linken Hand angefertigt worden war, und versuchte sich aus jedem Gedränge rauszuhalten.

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