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Tour de France 2012: Armstrong spricht von Blutrache

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Armstrong spricht von Blutrache

06.07.2012, 13:16 Uhr | sid, t-online.de

Tour de France 2012: Armstrong spricht von Blutrache. Geht in die Offensive: Lance Armstrong meldet sich zu Wort. (Quelle: imago)

Geht in die Offensive: Lance Armstrong meldet sich zu Wort. (Quelle: imago)

Die Schlacht geht weiter. Lance Armstrong hat via Twitter zum Konter angesetzt und auf die neusten Dopingvorwürfe gegen ihn reagiert. "Es geht Tygart nicht darum, dass die USADA den Radsport sauber machen will. Es geht eher um eine selektive Strafverfolgung. Das riecht nach Blutrache", erklärte der siebenmalige Tour-Sieger und griff damit die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA und dessen Vorsitzenden Tom Tygart scharf an.

Armstrongs ehemalige Team-Gefährten George Hincapie (BMC), Levi Leipheimer (QuickStep), David Zabriskie und Christian Vande Velde (beide Garmin) hatten laut einem Bericht der Zeitung "De Telegraaf" bei der US-Anti-Doping-Agentur USADA eine umfassende Dopingbeichte abgelegt und als Kronzeugen ihren einstigen Kapitän Armstrong schwer belastet.

"Betroffenen sind auch Opfer"

Die "New York Times" hat den entsprechenden Bericht des niederländischen Blatts mit eigenen Quellen inzwischen bestätigt. Im Gegenzug für die Aussagen soll es die USADA bei sechsmonatigen Sperren für das Fahrer-Quartett belassen, welche sie erst nach Saisonende verbüßen müssen. Damit könnten sie die Tour zu Ende fahren und auch an der Vuelta sowie der WM im September teilnehmen.

"Komm und erzähl der USADA genau, was sie hören will im Austausch für Immunität, Anonymität und die Gelegenheit, das größte Radsportrennen fortzusetzen" teilte Armstrong mit und stellte klar: "Die betroffenen Fahrer sind auch Opfer der USADA und ihrer Methoden."

Lebenslange Sperre

USADA-Chef Tygart wollte sich nicht zu potenziellen Zeugen gegen Armstrong äußern, bestritt aber in einem Statement rechtskräftige Sperren und Sanktionen gegen Fahrer: "Es sind keine Einzelfälle abgeschlossen worden. Jeder Versuch, aufgrund von Spekulationen zu erraten, wer Zeuge sein könnte, würde nur zu unnötigen Drohungen und Einschüchterungen führen."

Die USADA hatte den Anfang 2011 zurückgetretenen Armstrong Mitte Juni formal des Dopings angeklagt. Die Agentur stützt sich auf zehn Zeugen, zu denen auch Armstrongs einstige Helfer Tyler Hamilton und Floyd Landis zählen. Bei einer Verurteilung droht dem 40-Jährigen neben einer lebenslangen Sperre auch die Aberkennung seiner Tour-Siege.

Auf das aktuelle Tourgeschehen nahm die jüngste Entwicklung in der Causa Armstrong derweil kaum Einfluss. Hincapie und Co. schwiegen oder äußerten sich vage zum Fall und setzten die Frankreich-Rundfahrt wie geplant fort.

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