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Tour de France 2012: Favoritensterben auf der 7. Etappe

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Favoriten lassen Federn bei den "schönen Mädchen"

07.07.2012, 19:45 Uhr | dpa, t-online.de

Tour de France 2012: Favoritensterben auf der 7. Etappe. Britischer Jubel: Christopher Froome freut sich über seinen Sieg bei der ersten Bergankunft der Tour. (Quelle: dapd)

Britischer Jubel: Christopher Froome freut sich über seinen Sieg bei der ersten Bergankunft der Tour. (Quelle: dapd)

Die Tour de France ist "very british". Bei der 99. Ausgabe der Rundfahrt lieferten sich die Favoriten auf den Gesamtsieg einen ersten Schlagabtausch und die Männer von der Insel räumten ab. Den Etappensieg auf dem 7. Teilstück hinauf auf die Skistation La Planche des Belles Filles (Planke der schönen Mädchen) sicherte sich Wiggins-Helfer Christopher Froome. Er schlüpfte in das Gepunktete Trikot des besten Kletterers. Sein Kapitän Bradley Wiggins wurde Dritter, Titelverteidiger Cadel Evans Zweiter. Beide kamen mit zwei Sekunden Rückstand auf Froome ins Ziel. Da viele Favoriten bereits im ersten schwierigen Anstieg abreißen lassen mussten, könnten diese drei Fahrer das Treppchen unter sich aus machen. (Etappenergebnis in der Übersicht)

Der bisherige Gesamtführende Fabian Cancellara konnte das Gelbe Trikot nicht noch einmal verteidigen. Der neue Mann in Gelb ist Wiggins. "Es ist ein großer Tag für mich, ein Kindheitstraum wird wahr", sagte er. Mit dem Maillot Jaune, dem Bergtrikot, dem Etappensieg und der Führung in der Mannschaftswertung für die Himmelstürmer von Sky fährt die Tour dieser Tage ganz im Zeichen des "Union Jack". "Der Plan war, das Rennen für Brad zu machen", sagte Froome, "aber dann habe ich gedacht, 'Hey, ich bin hier, die Beine sind gut - das könnte was werden'. Zudem ist Brad in Gelb, ich bin sprachlos." (Gesamtergebnis im Überblick)

Klöden muss abreißen lassen

Wiggins hatte die Konkurrenz stärker eingeschätzt. "Wir sind zum Schluss nicht an unsere Grenzen gegangen. Ich bin überrascht, dass die Lücke zu den anderen Favoriten so schnell so groß wurde", sagte er. Evans erkannte an: "Sky hat seine Stärke gezeigt. Ich war isoliert - was will man da für längere Zeit ausrichten?"

Cancellara kam mit fast zwei Minuten Rückstand ins Etappenziel. Neuer Gesamtzweiter mit einem Rückstand von zehn Sekunden ist Evans, Dritter der Italiener Vincenzo Nibali (Liquigas/+16 Sekunden). Zu den Abgehängten gehörte auch Andreas Klöden, der in den Vogesen viel Rückstand kassierte und sogar aus den Top 10 der Gesamtwertung rutschte. Damit ist er seine vermeintliche Vormachtstellung im Team auch schon wieder los.

Klöden war vor der Etappe eigentlich zur Nummer eins im Team RadioShack aufgestiegen. Der zweimalige Tour-Zweite war zuletzt - im Gegensatz zu Frank Schleck - den vielen Etappen-Stürzen entkommen und hatte keine Zeit verloren. Zeitfahr-Olympiasieger Cancellara hatte bereits verkündet: "Jetzt ist Andreas Klöden unser Kapitän." Dieser Rolle ging der Deutsche seine ganze Karriere lang aus dem Weg - im Schatten von Jan Ullrich, Lance Armstrong oder den Schlecks fühlte er sich immer am wohlsten.

17 Profis sind bereits raus

Der neu ins Programm aufgenommene Schlussanstieg ist der mit Abstand steilste Abschnitt bei dieser Tour. Zum Vergleich: Die bis zu 28 Prozent aufweisende finale Rampe ist doppelt so steil wie die schwersten Abschnitte der legendären Steigung nach L'Alpe d'Huez.

Nach der Chaosetappe vom Freitag mit drei schlimmen Massenstürzen und Dutzenden Verletzten hatten sieben Fahrer die Schinderei in den Vogesen nicht mehr in Angriff genommen. Vier Profis waren schon auf der Etappe nach Metz ausgestiegen. Zu den sieben Fahrern, die in Tomblaine nicht starteten, gehörten der an der Hüfte verletzte Giro-Gewinner Ryder Hesjedal und der dreifache Weltmeister Oscar Freire (Rippenbruch). Während der 7. Etappe stieg der Franzose Anthony Delaplace aus - damit sind 17 von insgesamt 198 in Lüttich gestarteten Fahrern nicht mehr im Rennen.


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