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Lance Armstrong scheitert vor Gericht

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Lance Armstrong scheitert vorerst mit seiner Klage

10.07.2012, 10:22 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Lance Armstrong scheitert vor Gericht. Lance Armstrong muss im Kampf gegen Dopingvorwürfe einen weiteren Rückschlag hinnehmen. (Quelle: imago)

Lance Armstrong muss im Kampf gegen Dopingvorwürfe einen weiteren Rückschlag hinnehmen. (Quelle: imago)

Ein Amtsgericht in New York hat die Klage von Lance Armstrong gegen die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA zurückgewiesen. Richter Sam Sparks bezeichnete die Klageschrift als "überlang und polemisch", gibt dem siebenmaligen Tour-de-France-Sieger aber die Chance zu einer Überarbeitung. Innerhalb von 20 Tagen kann der 40-jährige Amerikaner beim Gericht in Austin/Texas eine neue Version einreichen.

"Dieses Gericht wird Armstrongs Wunsch nach Publicity und Selbstverherrlichung nicht genehmigen", begründete Sparks seine Entscheidung. Der Jurist hatte vor allem die Länge des 80-seitigen Armstrong-Antrages kritisiert. Derartige Schreiben, so Sparks, würden "eine kurze und einfache Erklärung detaillierter Fakten" erfordern und keinen "mechanisch wirkenden Vortrag standardklausulierter Vorwürfe".

Armstrong spricht von Bestechung und Korruption

Armstrong hatte den Verband bezichtigt, mit "bestechender Beeinflussung" andere Fahrer dazu zu bringen, gegen ihn aussagen zu wollen. Zudem sprach Armstrong von einem "korrupten Gerichtsverfahren." Der Texaner hatte gehofft, durch seine Klage bis Samstag eine einstweilige Verfügung gegen die USADA durchsetzen zu können.

Bis dahin muss er sich entscheiden, ob er die Sanktionen der nichtstaatlichen Agentur gegen ihn annimmt und somit unter anderem eine lebenslange Sperre sowie die Aberkennung seiner sieben Tour-de-France-Siege akzeptiert oder die Dopingvorwürfe weiterhin bestreitet und sich vor einem Schiedsgericht verantwortet.

Armstrong dementiert weiter

Die USADA hatte den 40-Jährigen vor wenigen Wochen des Dopings beschuldigt und darauf verwiesen, mindestens zehn ehemalige Teammitglieder von Armstrong zu haben, die gegen den Amerikaner aussagen würden. Zudem sei der Verband im Besitz von Armstrong-Blutproben aus den Jahren 2009 und 2010, die "völlig übereinstimmend" mit Doping sind. Der 2011 vom Radsport zurückgetretene Armstrong hatte die Einnahmen unerlaubter Mittel stets bestritten und betont, dass er in seiner Karriere mehr als 500 Doping-Proben abgegeben habe und nie auffällig geworden sei.

Sperre für Armstrong-Helfer

Drei seiner ehemaligen Gefährten sind von der USADA unterdessen mit einer lebenslangen Sperre belegt worden. Es handelt sich um Ex-US-Postal-Arzt Luis Garcia del Moral, beratender Mannschafts-Arzt Michele Ferrari, der auch als "Dottore EPO" bekannt ist, und Trainer Jose Marti.

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