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Tour de France 2012: Sturzopfer Poels droht Nierenverlust

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Sturzopfer Poels droht Nierenverlust

11.07.2012, 13:24 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Tour de France 2012: Sturzopfer Poels droht Nierenverlust. Ein Teamkollege leistet erste Hilfe bei Poels nach dem schweren Sturz auf der 6. Etappe. (Quelle: dapd)

Ein Teamkollege leistet erste Hilfe bei Poels nach dem schweren Sturz auf der 6. Etappe. (Quelle: dapd)

Der schwere Sturz auf der 6. Etappe der Tour de France hat für den Niederländer Wout Poels möglicherweise ernste Konsequenzen. Bei dem 24-Jährigen vom Team Vacansoleil muss übereinstimmenden Medienberichten zufolge möglicherweise eine Niere entfernt werden. "Wir können das nicht ausschließen. Die Situation ist sehr ernst", zitierte die niederländische Zeitung "de Telegraaf" Teamarzt Peter Lacrou. (Lesen Sie auch: Voigt verpasst Etappensieg knapp)

Poels war am vergangenen Freitag bei einem Massensturz schwer gestürzt und hatte sich neben einem Nieren- und Milsriss auch die Lunge gequetscht sowie drei Rippen gebrochen. Er ließ sich im Krankenwagen behandeln und setzte daraufhin das Rennen fort. Erst als die Schmerzen zu groß wurden, gab er auf. (Die besten Bilder der 10. Etappe zum Durchklicken)

Cancellara steht auf Abruf

Fabian Cancellara sitzt bei der Tour zwar noch auf dem Rad - aber auch auf gepackten Koffern. Der Schweizer aus dem RadioShack-Team steht quasi auf Abruf. Er hatte schon vorher gesagt, dass er die Frankreich-Rundfahrt nicht beenden wird. Zum einen, um ausgeruht zu den Olympischen Spielen nach London zu kommen, wo er als Titelverteidiger einer der Goldfavoriten im Zeitfahren ist.

Zum anderen aber auch, weil Cancellaras Ehefrau ein Kind erwartet - und der werdende Vater bei der Geburt (oder zumindest kurz danach) vor Ort sein möchte. "Das Auto, der Helikopter und das Flugzeug stehen bereit", sagte der Eidgenosse zu diesem Thema.

Schleck droht Saisonende

Ganz andere Probleme hat Cancellaras Teamkamerad Andy Schleck. Eigentlich sollte der Luxemburger aktuell um den Tour-Sieg kämpfen. Doch nachdem er sich bei einem Sturz während des Vorbereitungsrennens Dauphine Libéré das Steißbein gebrochen hatte, musste er für den Saisonhöhepunkt passen. Und noch droht der Heilungsprozess noch länger zu dauern, als gedacht. Sogar vom Saisonende ist die Rede.

Ursprünglich war der 27-Jährige von einer vierwöchigen Pause ausgegangen. Das neuste Zeitfenster spricht aber bereits von mehreren Monaten, die der Bruch zur vollständigen Heilung brauchen würde. Schlecks avisiertes Comeback bei den Sommerspielen in London ist damit wohl geplatzt - und vielleicht auch die gesamte Saison.

Der Tour-Ticker vom Vortag André Greipel muss in Flip Flops fahren

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