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Tour de France 2012: Voigt verpasst großen Coup

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Voigt verpasst großen Coup nur knapp

11.07.2012, 18:04 Uhr | t-online.de, dpa

Tour de France 2012: Voigt verpasst großen Coup. Kämpferherz: Jens Voigt zeigte sich so, wie man ihn kennt. (Quelle: dpa)

Kämpferherz: Jens Voigt zeigte sich so, wie man ihn kennt. (Quelle: dpa)

Er hat gekämpft wie ein Löwe, doch am Ende hat Jens Voigt den Etappensieg knapp verpasst. Der 40-Jährige Routinier vom Team RadioShack musste sich auf der ersten Alpenetappe der 99. Tour de France in einem packenden Finale nur dem französischen Tagessieger Thomas Voeckler und dem Italiener Michele Scarponi geschlagen geben. (Etappenergebnis im Überblick)

"Ich bin absolut glücklich mit Platz drei. Wieder einmal habe ich gezeigt, dass man mich nie abschreiben sollte", sagte Voigt, der sich mit einer Energieleistung auf den letzten Kilometern an ein Spitzenquartett herangekämpft hatte. "Ganz tief in mir drin war mir eigentlich schon klar, dass ich zu kaputt bin. Aber ich habe trotzdem alles probiert", sagte der gebürtige Grevesmühlener, der seinen ersten Tour-Etappensieg seit sechs Jahren verpasste. "Voeckler war heute sehr, sehr stark. Er hat am meisten gearbeitet und daher verdient gewonnen", sagte der Routinier. (Die besten Bilder der 10. Etappe zum Durchklicken)

"Das war ein Tunnel der Schmerzen"

Spitzenreiter Bradley Wiggins erlebte auf dem 194,5 Kilometer langen zehnten Teilstück zwischen Macon und Bellegarde-les-Valserine unterdessen einen relativ ruhigen Tag und verteidigte problemlos das Gelbe Trikot. Seine Konkurrenten hielten sich mit Angriffen weitgehend zurück. Lediglich Jurgen van den Broeck konnte 32 Sekunden im Gesamtklassement gutmachen und verbesserte sich auf Platz acht. (Gesamtwertung im Überblick)

Volksheld Voeckler lässt Franzosen jubeln

Der Routinier feiert auf der 10. Etappe trotz Knieproblemen einen kuriosen Sieg.

Routinier feiert trotz Knieproblemen einen kuriosen Sieg.


Nach 40 Kilometern hatte sich eine 25 Fahrer starke Spitzengruppe gebildet, in der Prominenz in Hülle und Fülle vertreten war. Allerdings war keiner der Ausreißer im Gesamtklassement gefährlich für das Führungs-Quartett um Wiggins. Beim Anstieg auf den gefürchteten Grand Colombier - ein Berg der höchsten Kategorie - zerfiel die Gruppe, auch Voigt ("Der Anstieg war mörderisch, es war nur noch ein Tunnel aus Schmerzen") musste abreißen lassen.

Den Gipfel nahmen Voeckler, Luis-Leon Sanchez (Spanien), Dries Devenyns (Belgien) und Scarponi gemeinsam mit 5:13 Minuten Vorsprung auf die Favoriten. Vor den Ausreißern lag die Abfahrt, ein weiterer Anstieg und die Zielabfahrt über 20 Kilometer. Bergab vom Colombier hatte der Gesamtvierte Vincenzo Nibali, der als einer der mutigsten Abfahrer im Feld gilt, attackiert. Am Fuß des Berges hatte der Italiener 55 Sekunden auf Wiggins und Evans herausgefahren. Aber kurz vor dem letzten Gipfel des Tages schloss Wiggins mit seinen Musketieren Christopher Froome und Richie Porte wieder auf.

Unbändiges Kämpferherz

Zu der Zeit schien Voigt bereits abgeschlagen. Aber der Berliner kämpfte sich wieder an vier seiner ehemaligen Mitstreiter heran. Im Finale hatte zunächst Devenyns attackiert, Voigt versuchte dran zu bleiben, gegen Voecklers Antritt vor seinen begeisterten Landsleuten war der "alte Hund" aber machtlos. "Wir waren alle tot. Es gab nur noch einige Zeitlupen-Attacken", sagte Voigt. Letztlich fehlte ihm die Kraft, um die Sensation perfekt zu machen.

Die Kraft hatte wiederum Voeckler, der bisher mit Schmerzen im Knie gekämpft hatte - oder war dies nur ein Bluff. "Ich bin 33 Jahre alt, das ist meine zehnte Tour de France, und ich weiß, was abgeht. Alles was ich über meine Knieprobleme gesagt habe, ist wahr. Manche dachten, ich mache Show. Das ist jetzt aber durch den Etappensieg alles vergessen", erwiderte der Franzose nach seinem insgesamt dritten Etappensieg. Dieser wurde noch mit Gepunkteten Trikot des besten Bergfahrers garniert.

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