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Tour de France 2012: André Greipel schlägt zum dritten Mal zu

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André Greipel schlägt erneut zu

14.07.2012, 17:27 Uhr | sid, t-online.de, dpa

André Greipel siegt nach packendem Fotofinish

Der Deutsche feiert bereits seinen dritten Etappenerfolg.


Was für ein Finish von André Greipel: Der deutsche Super-Sprinter hat sich mit einem tollen Finale im Foto-Finish seinen dritten Etappenerfolg bei der 99. Tour de France gesichert. Der Lotto-Profi schnappte den Franzosen an deren Nationalfeiertag damit den erhofften Sieg weg. Nach den 217 Kilometern von Saint-Paul-Trois Chateaux nach le Cape d'Agde ließ Greipel den Mann im Grünen Trikot, Peter Sagan, um wenige Zentimeter hinter sich. (Etappenergebnis im Überblick)

"Auf den letzten Metern bin ich Vollgas gefahren. Ich hatte Sagan am Hinterrad und bin froh, dass ich ihn besiegen konnte. Das war eine tolle Teamarbeit", sagte Greipel. Auch eine ruppige Steigung 23 Kilometer vor dem Ziel, auf der der Deutsche etwas zurückgefallen war, konnte das Kraftpaket vom Team Lotto-Belisol nicht stoppen. "Ich war schließlich mal deutscher Junioren-Meister im Bergfahren, auch wenn ich da zehn Kilo leichter war", sagte er.

Bierchen als Belohnung

Greipel revanchierte sich damit für die sechste Etappe, wo er gegen Sagan das Nachsehen hatte. "Jetzt gibt's erst mal ein kleines Bierchen, dann sehen wir weiter", so Greipel im Ziel. Der Norweger Edvald Boasson-Hagen wurde Dritter.

Drei Siege in einer Tour gelangen als letztem deutschen Profi Erik Zabel 2001. In Rouen und St. Quentin hatte Greipel in der ersten Tourwoche schon zugeschlagen. Er feierte seinen insgesamt 16. Erfolg in dieser Saison und lag sich mit seinen Teamkollegen nach der Zieldurchfahrt in den Armen. Sein großer Tour-Traum bleibt noch der Finalerfolg auf den Champs Elysées am 22. Juli in Paris.

Wiggins hält sich schadlos

Zeitgleich mit Greipel rollten der wieder mit viel Übersicht fahrende Spitzenreiter Bradley Wiggins und sein ärgster, teamexterner Verfolger Vincenzo Nibali ins Ziel. An der Spitze des Gesamtklassements gab es keine Veränderung: Wiggins, der im Finale sogar den Sprint anzog, führt weiter mit 2:05 Minuten vor seinem Teamkollegen Christopher Froome und 2:23 vor dem Sizilianer Nibali. Die Hauptarbeit beim Stellen der letzten Ausreißer, Michael Albasini und Alexander Winokurow, hatten Greipels Lotto-Fahrer geleistet - trotzdem blieb ihnen noch genug Kraft für die direkte Sprintvorbereitung. (Die Gesamtwertung im Überblick)

Die Bilanz der Etappensiege deutscher Profis in 109 Jahren Tour de France kann sich sehen lassen. An der Spitze liegt Dietrich Thurau, der 1977 fünf Etappen gewann. Dreimal in einem Jahr waren gleich mehrmals Ex-Weltmeister Rudi Altig und Erik Zabel erfolgreich. Jan Ullrich glückten 1998 drei Tagessiege - seinen zweiten Gesamterfolg nach 1997 verpasste er aber dennoch.

Morkov bricht am kurzen Berg ein

Schon früh hatte sich wieder eine Ausreißergruppe gebildet, die lange kämpfte, um sich den Traum vom Etappensieg zu erfüllen. Aber die acht Fahrer, darunter am Nationalfeiertag zahlreiche Franzosen, kamen auf der drittlängsten Tour-Etappe nur bis an den Fuß des Mont Saint-Clair. Auf den steilen Rampen der 1,6 Kilometer langen, sehr ruppigen Steigung im Badeort Sète 23 Kilometer vor dem Ziel wurden sie eingeholt. Als letzter der Gruppe hatte der Däne Michael Morkov widerstanden, der sich aus der Spitzenformation abgesetzt hatte, aber kurz vor dem Gipfel völlig erschöpft auch gestellt wurde.

Sein Team Saxo-Bank-Tinkoff hätte einen Sieg bitter nötig gehabt. Die einstige Super-Equipe fehlt der noch bis August gesperrte Alberto Contador an allen Ecken und Enden.

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