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Tour de France 2012: Steht das "Rad-Dream-Team" RadioShack-Nissan vor dem Aus?

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RadioShack-Nissan hat massive Probleme

16.07.2012, 12:45 Uhr | t-online.de

Tour de France 2012: Steht das "Rad-Dream-Team" RadioShack-Nissan vor dem Aus?. Fränk Schleck vom Team RadioShack-Nissan. (Quelle: imago)

Fränk Schleck vom Team RadioShack-Nissan. (Quelle: imago)

Ein schnelles Ende droht: Nach gerade einmal sechs Monaten soll die als "Dream Team" des Radsports gefeierte Mannschaft von RadioShack-Nissan vor dem Aus stehen. Nach Informationen des "Luxemburger Tageblatt" hat die Betreibergesellschaft Leopard S.A. das Geschäftsjahr 2011 mit einem Verlust von fast acht Millionen Euro abgeschlossen. In dem Team fahren Stars wie die Schleck-Brüder Andy und Fränk sowie Zeitfahrspezialist Fabian Cancellara. (Lesen Sie auch: Geburtstagskind Greipel geht auf der 15. Etappe leer aus)

Leopard bestreitet die finanzielle Misere nicht, wehrt sich aber gegen die Spekulationen. "Wir bestreiten, dass es ein Szenario gibt, dass als Zusammenbruch oder Insolvenz interpretiert werden kann", ließ die Gesellschaft in einer Mitteilung verlautbaren. Die finanzielle Liquidität für die nächsten beiden Jahre sei sichergestellt.

Unregelmäßigkeiten bei den Gehältern

Doch die Hinweise auf ein vorzeitiges Aus verdichten sich. Die dänische Zeitung "Ekstrabladet" will erfahren haben, dass Radprofi Jakob Fuglsang schon seit längerer Zeit kein volles Gehalt mehr erhalten hat. Bereits vor der Tour der France hatten sich einige Fahrer beim Weltverband UCI wegen Unregelmäßigkeiten bei ihren Gehältern beschwert.

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Noch ein Missverständnis?

Auch das sei ein Missverständnis, sagte Carlos Rock, Sprecher von Leopard. Die Zahlungen würden zurückgehalten, da sich der Name der privaten Firma von Fuglsang geändert habe. "Wir haben ihn gebeten, uns eine Bestätigung zukommen zu lassen, dass es sich um eine seriöse Gesellschaft handelt. Bis heute haben wir das Dokument nicht erhalten und deshalb die Gehälter nicht gezahlt", sagte Rock.

Fuglsang wird RadioShack-Nissan nach der Saison den Rücken kehren, den Dänen zieht es zum Team Saxo Bank. Weitere Profis der Mannschaft, auch die Schleck-Brüder sowie Cancellara, der bei der diesjährigen Tour de France sieben Tage im Gelben Trikot fuhr, sollen ebenfalls nach einem neuen Team suchen. Nach einem Bericht der "Süddeutscher Zeitung" mussten sie ebenfalls lange auf ihren Lohn warten.

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Wiggins darf nicht attackiert werden

In der Brust von Christopher Froome, Shooting-Star der diesjährigen Tour, schlagen zwei Herzen. Einerseits ist der Gesamt-Zweite vom Sky-Team in Top-Form und wäre vielleicht sogar ein Kandidat für den Gesamtsieg, andererseits muss er für seinen Kapitän Bradley Wiggins fahren und darf den Träger des Gelben Trikots nicht attackieren.

Schwer zu akzeptieren für Froome

"Es ist nicht leicht zu akzeptieren, die Nummer zwei zu sein und auf den möglichen Toursieg zu verzichten. Dies ist ein sehr großes Opfer", sagte Froome der französischen Zeitung "L'Equipe". "Ich weiß, dass ich diese Tour gewinnen kann, aber nicht mit Sky. Wir haben unsere Pläne um Wiggins und jeder muss das respektieren. Man hat nicht oft die Chance im Leben, so ein Rennen zu gewinnen."

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