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Tour de France 2012: Evans-Helfer von Renn-Arzt umgefahren

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Evans-Helfer von Renn-Arzt umgefahren

20.07.2012, 15:20 Uhr | sid, t-online.de

Tour de France 2012: Evans-Helfer von Renn-Arzt umgefahren. Michael Schär hat auf der 17. Etappe einen ungewöhnlichen Unfall. (Quelle: imago)

Michael Schär hat auf der 17. Etappe einen ungewöhnlichen Unfall. (Quelle: imago)

Im vergangenen Jahr erwischte es Johnny Hoogerland. Nun war Michael Schär der Leidtragende. Wie der Niederländer bei der Tour de France 2011 wurde der Schweizer aus dem BMC-Team bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt von einem Begleitfahrzeug umgefahren und verletzt. Das Pikante dabei: Schär kollidierte lauf "suedostschweiz.ch" während der 17. Etappe ausgerechnet mit dem Auto eines Renn-Arztes.

Wiggins-Edelhelfer ausgebremst

Stallorder macht Christopher Froome's Sieg zunichte.

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Immerhin, Sofortmaßnahmen beim 25-Jährigen war damit umgehend garantiert. Denn sie waren nötig. So soll der Schweizer dem Unfall Blessuren am Ellbogen sowie Schürfwunden am rechten Knie davon getragen haben. Die Verletzungen scheinen aber nicht so schwerwiegend zu sein, schließlich stand der Helfer von Cadel Evans am Start der 18. Etappe.

Hund sorgt für Sturz

Ein auf der Strecke laufender Hund hat auf der 18. Etappe der Tour nach Brive-la-Gaillarde mehrere Fahrer zu einem unfreiwilligen Zwischenstopp gezwungen. Der Vierbeiner war bei Kilometer 120 auf die Straße gelaufen und brachte einige Profis zu Fall, darunter auch den Belgier Philippe Gilbert. Der 30-Jährige vom Team BMC Racing lief daraufhin wutentbrannt in Richtung des Halters und geigte ihm lautstark die Meinung. Alle Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon. Der Zwischenfall weckte Erinnerungen an die Tour 2007, als der damalige T-Mobile-Profi Marcus Burghardt (heute BMC) auf der 7. Etappe nach Le Grand-Bornand mit einem 30 kg schweren Golden Retriever zusammenstieß, der seelenruhig die Fahrbahn überquerte.

Alpecin-Team immer unwahrscheinlicher, aber Hondo hat Pläne

Zu Beginn der 99. Tour de France gab es beinahe täglich neue Nachrichten über ein mögliches deutsches Elite-Team. Die Shampoo-Firma  Alpecin veröffentlichte Pläne, mit den Schleck-Brüdern als Zugpferde einzusteigen. Die Zeit läuft den vermeintlichen Machern des neuen Rennstalls allerdings allmählich davon, und Frank Schleck hat derzeit mit Doping-Vorwürfen zu kämpfen. Außerdem gibt es Gerüchte, dass ein Wechsel der beiden Luxemburger zu Astana bereits feststeht. Das berichtet die Luxemburger Zeitung "L'Essentiel".

Es gibt aber dennoch Hoffnung auf eine deutsche Mannschaft. Tour-Profi Danilo Hondo plant bereits seit Jahren, wieder in deutsches Radteam zu etablieren. Der 38 Jahre alte ehemalige Deutsche Meister wird nicht mehr lange aktiv sein und könnte so seine Zukunft als Manager sichern. "Es gibt einen Plan, ein neues Radteam zu realisieren. Ich arbeite gerade mit den Leuten, die ebenfalls Interesse daran haben“, sagte er laut "cyclingnews.com" dieser Tage bei der Tour. 

Froome macht deutlich, dass er stärker als Wiggins ist

Auf der elften Etappe der Tour de France hatte Christopher Froome bereits angedeutet, dass er der beste Kletterer bei Sky und im Fahrerfeld  ist. Sechs Tagesabschnitte später wurde das noch deutlicher. Als er und sein Kapitän nur noch zu zweit im Anstieg nach Peyragudes waren, zog Froome immer wieder weg und brachte Wiggins arg in Schwierigkeiten. Zu gerne wäre er davon gefahren und hätte sich die Etappe gesichert. Aber seine Mannschaft erlaubte es nicht.

"Ich bereue nichts. Ich mache nur meinen Job. Wir wollten das Gelbe Trikot auf dem Rücken eines Sky-Fahrers. Wir haben also genau das erreicht, was wir wollten", sagte Froome, der auf dem Schlussanstieg so wohl auch seinen zweiten Tageserfolg verpasste. "Ein Witz", befand Froomes Lebensgefährtin Michelle Cound - und sprach damit vielen Zuschauern aus dem Herzen.

Immer wieder drehte sich Froome um. "Komm schon, beeil dich", brüllte er Wiggins entgegen - eine Bloßstellung des 32-Jährigen, der sich wie an allen schweren Anstiegen an Froomes Hinterrad klammerte und nun voraussichtlich als erster Brite die Tour gewinnen wird. "Ich bin kein Bergfahrer, sondern ein starker Zeitfahrer, der passabel über die schweren Anstiege kommt", räumte Wiggins ein. Es wird ein am Reißbrett geplanter Triumph, den Wiggins neben der für ihn günstigen Streckenführung der Tour 2012 auch der Loylität und dem Verzicht von Froome verdankt.

"Es ist ein großes Opfer für mich, denn ich weiß, dass ich die laufende Tour gewinnen könnte - allerdings nicht mit Sky", sagte der in Nairobi geborene 27-Jährige, "wir hatten uns aufgrund der vielen Zeitfahr-Kilometer auf Wiggins ausgerichtet und jeder respektiert das. Und wenn man mir einen Monat vor der Tour gesagt hätte, dass ich drei Tage vor dem Ende Zweiter wäre, hätte ich es nicht geglaubt. Deshalb bin ich glücklich, so wie es ist."

Tour-Ticker vom Vortag Das Schlusslicht wird fehlgeleitet

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