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Tour de France 2012: Sörensen muss Haut transplantiert werden

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Fehlgriff mit bösen Folgen für Sörensen

20.07.2012, 14:58 Uhr | t-online.de

Tour de France 2012: Sörensen muss Haut transplantiert werden. Blutverschmiert: Chris Anker Sörensen muss nach seinem Fehlgriff leiden. (Quelle: imago)

Blutverschmiert: Chris Anker Sörensen muss nach seinem Fehlgriff leiden. (Quelle: imago)

Diesen Fehlgriff wird Chris Anker Sörensen nicht so schnell vergessen. Und Fans der Tour de France diesen Anblick ebenfalls nicht. Blutüberströmt kämpfte sich der Däne auf der 17. Etappe die Berge hinauf und kam trotz einer üblen Blessur ins Ziel. Der Saxo-Bank-Profi war auch am Start des 18. Tagesabschnitts, obwohl er sich noch am Abend zuvor einer Operation an der linken Hand hatte unterziehen müssen.

Doch was war passiert? Auf der Fahrt nach Peyragudes hatte sich eine Zeitung im Vorderrad der Rennmaschine von Sörensen verfangen. Beim Versuch, diese zu entfernen, kam der 27-Jährige mit der Hand in die Speichen - bei voller Fahrt.

Haut muss transplantiert werden

Sörensen zog sich dabei tiefe Wunden an den Fingern zu. Diese wurde zwar verbunden, gestoppt werden konnte die Blutung dadurch aber nicht. Davon zeugte das weiße Lenkerband, das mehr und mehr blutrot wurde. Und der Däne selbst, der blutverschmiert seine Fahrt fortsetzte - und so mancher fragenden Blick seiner Kollegen auf sich zog.

4:10 Minuten nach Sieger Alejandro Valverde kam der Geschundene auf Rang 24 letztlich ins Ziel. Und dann ging es ab ins Krankenhaus. Dort mussten Sörensen laut "cyclingnews.com" während einer Operation 1,5 Zentimeter Haut von einer anderen Körperpartie transplaniert werden, um das bei dem Unfall zerfetzte Gewebe an der verletzten Hand zu ersetzen.

Ähnlichkeit mit Vorfall im Jahr 2000

Später erhielt er dann Grünes Licht für die Weiterfahrt, was der tapfere Wikinger ausnutzte und wieder aufs Rad stieg. "Ich würde wirklich gerne bis nach Paris kommen, aber bis dahin werde ich einige Schmerzen ertragen müssen", wird Sörensen auf "radsport-news.com" zitiert.

Sörensen kam bei dem Zwischenfall vermeintlich glimpflich davon. Seinen ehemaligen Kollegen Mikel Zarrabeitia erwischte es im Jahr 2000 bei einem ähnlichen Unfall schlimmer. Während der elften Etappe der Vuelta a Espana versuchte der Spanier, seinen Tacho-Magneten am Vorderrad zu justieren und geriet ebenfalls mit der Hand in die Speichen. Dabei wurde Zarrabeitia eine Fingerkuppe abgetrennt.

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