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Bradley Wiggins triumphiert bei der Tour de France 2012

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Wiggins triumphiert und bleibt auf dem Boden

23.07.2012, 08:27 Uhr | sid

Wiggins zelebriert seinen historischen Triumph

Der Brite zieht sogar noch einmal den Sprint für Cavendish an.

Der Brite zieht sogar noch den Sprint für Cavendish an.


Bradley Wiggins blieb sich treu. Gerade hatte der 32-Jährige die Tour de France gewonnen. Nach seinem Triumph wird er in seiner Heimat kurz vor den Olympischen Spielen in London bereits als der größte britische Radprofi aller Zeiten gefeiert. Doch statt sich den Lobeshymnen und dem Glanz des Gelben Trikots auf seinen Schultern hinzugeben, blieb Wiggins erstaunlich nüchtern.

Evans eine einzige Enttäuschung

Der Vorjahressieger ist auch im Zeitfahren völlig außer Form.

Der Vorjahressieger ist auch im Zeitfahren völlig außer Form.


"Es ist wunderschön und brilliant, die Erfüllung eines Traumes", sagte der Brite, "aber das alles ist nicht das echte Leben, am Ende des Tages ist es nur Sport. Es geht nicht um Leben und Tod." (Gesamtwertung im Überblick)

Dank an die Familie

Laut dachte Wiggins an seine schwierige Kindheit. An seinen Vater, der einst Amphetamine in den Windeln seines Sohnes durch den Zoll schmuggelte und die Familie im Stich ließ. An seinen 2010 verstorbenen Großvater, der ihn aufzog und sein Vorbild wurde. An seine Frau und seine Kinder. An die Personen, die ihm in seiner Lebenskrise beistanden, als er sich nach dem Bahn-Olympiasieg von 2004 an den Alkohol verlor. "All das ist für sie. Es ist ein unglaubliches Gefühl, das mich angetrieben hat, weiterzumachen und mich immer härter zu fordern. Es ist zweifelsohne der Höhepunkt meiner Karriere, nicht aber meines Lebens. Ich habe so viele andere Sachen, die mir wichtiger sind", sagte Wiggins

Natürlich aber war die Erleichterung und Freude bei Wiggins riesig. "Unglaublich" sei das, was er erreicht hatte. "Beeindruckend" der Tour-Sieg, auf den er seit Jahren hinarbeitete, der ihm aber erst spät gelang. 2009 wurde er Vierter, 2010 nur 24., 2011 stürzte er als Mitfavorit früh und musste das Rennen verlassen.

Froome verhilft Wiggins zum Sieg

Ob er einen weiteren Erfolg bei der Frankreich-Rundfahrt hinzufügen kann ist fraglich. Denn den Löwenanteil seines Vorsprungs auf seinen zweitplatzierten Teamkollegen und Landsmann Christopher Froome erarbeitete sich Wiggins bei den Zeitfahren. Dass er die Berge überstand, ist vor allem Froome zu verdanken, der die Konkurrenz abhängte und mehrmals auf seinen schwächelnden Kapitän wartete. Doch statt des wohl stärksten und komplettesten Fahrers im Feld wird nun der Name Bradley Wiggins in der Siegerliste stehen.

Wiggins: "Warum ich?"

Auf jeden Fall hat Wiggins in Großbritannien eine riesige Euphorie rund um den Radsport entfacht. Viele Landsleute unterstützten ihn bei der Tour am Streckenrand und feuerten ihn an. "Die Leute geben ihr hart verdientes Geld aus, um mich zu unterstützen. Das verlangt nach Demut. Man fragt sich: 'Warum ich?'", sagte Wiggins. Bei Olympia könnte er seinen Landsleuten einen weiteren Grund zum Jubeln geben. Im Zeitfahren am 1. August ist er nach seinen bärenstarken Auftritten bei der Frankreich-Rundfahrt der große Gold-Favorit. Abheben wird Wiggins bei einem Sieg vermutlich aber weiterhin nicht.

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