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Tour de France 2013: Tony Martin und Co. von Jan Ullrich genervt

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Deutsche Radstars sauer auf Jan Ullrich

24.06.2013, 15:07 Uhr | t-online.de

Tour de France 2013: Tony Martin und Co. von Jan Ullrich genervt. Jan Ullrich sorgt mit seiner Doping-Beichte für Wirbel. (Quelle: imago/Kicker / Sperber)

Jan Ullrich sorgt mit seiner Doping-Beichte für Wirbel. (Quelle: Kicker / Sperber/imago)

Deutschlands Radstars stößt die Doping-Beichte von Jan Ullrich kurz vor dem Start der 100. Tour de France übel auf. Er versaue ihnen mit seinen Aussagen die Frankreich-Rundfahrt, lautet der Tenor. "Wir waren gerade auf einem guten Weg, den Sport wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Jetzt liegt der Fokus wieder auf dem Doping", zitiert "Bild" Zeitfahrweltmeister Tony Martin.

Sprint-Kollege Marcel Kittel ergänzte: "Das Thema noch mal eine Woche vor der Tour zu präsentieren, halte ich für falsch und bringt uns nicht weiter. Jetzt wird wieder über Doping gesprochen, und nicht über das, was wir bei der Tour leisten."

"Wollte für Chancengleichheit sorgen"

Ullrich hatte in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" Blutdoping beim spanischen Arzt Eufemiano Fuentes zugegeben. "Ja, ich habe Fuentes-Behandlungen in Anspruch genommen", sagte der Tour-Sieger von 1997. Der 39-Jährige ist aber nach wie vor überzeugt, nichts unrechtes getan zu haben. "Ich habe nichts genommen, was die anderen nicht auch genommen haben. Betrug fängt für mich dann an, wenn ich mir einen Vorteil verschaffe. Dem war nicht so. Ich wollte für Chancengleichheit sorgen."

Nicht nur Tony Martin und Co. wundern sich über solche Zitate. Doping-Jäger Werner Franke spricht von einem "Europa-Rekord der Lüge". Und auch DOSB-Chef und IOC-Vize Thomas Bach findet klare Worte. "Für ein glaubhaftes Geständnis hätte er sich schon vor Jahren erklären müssen. Diese Chance hat er verpasst."

Ullrich zeigt sich überrascht

Ullrich kann derweil die Aufregung, die er mit seinem Dopinggeständnis ausgelöst hat, nicht verstehen. "Ich bin überrascht und finde es schade, dass meine Worte wieder für so viel Wirbel sorgen. Gerade jetzt, eine Woche vor der Tour, sollten die deutschen Radfahrer im Mittelpunkt stehen, die in Frankreich um Etappensiege kämpfen wollen. Im Grunde habe ich nur in anderen Worten das wiederholt, was ich schon vor einem Jahr gesagt habe und wofür ich auch verurteilt worden bin", sagte er der "Bild am Sonntag".

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