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Tour de France 2013: Wissenswertes zu 100 Jahren Tour de France

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Magische Momente bei der Tour de France

24.06.2013, 11:29 Uhr | dpa

Tour de France 2013: Wissenswertes zu 100 Jahren Tour de France. Zum 100. Mal geht es auf die Frankreich-Rundfahrt. (Quelle: imago)

Zum 100. Mal geht es auf die Frankreich-Rundfahrt. (Quelle: imago)

In der größten Krise des Radsports mit einem der Komplizenschaft verdächtigten Weltverband und dem Sturz der einstigen Galionsfigur kommt die 100. Tour de France gerade recht. Die Jubiläumsfeiern beginnen am Samstag mit der ersten Etappe von Porto Vecchio nach Bastia. Unbekümmerte Partystimmung auf Korsika ist trotz frischer Diskussionen um das merkwürdige Doping-Outing Jan Ullrichs versprochen.

Wie zum Trotz soll die Tour wieder magische Momente liefern. Die Festina-Affäre 1998, die Puerto-Ermittlungen ab 2006 und die Streichung des Namens Lance Armstrong aus den Siegerlisten von 1999 bis 2005 reichten nicht für den längst prognostizierten klinischen Tod der Branche. Zum Feiern reicht die Vitalität noch.

15 Millionen an den Straßen

Die 100. Austragung in 110 Jahren Tour de France steht wieder für Dramatik, Triumphe, Tränen, Bluff und Blut, und vielleicht erneut den großen Betrug. Der scheint die Fans kaum zu stören: An den Straßen in Frankreich stehen pro Jahr rund 15 Millionen Menschen, egal mit welchen schlechten Nachrichten die Rundfahrt aufwartet.

Über 190 Länder dabei

"Die Tour wird es immer geben", sagt ihr Direktor Christian Prudhomme, der die TV-Rechte in über 190 Länder verkauft. Nach Olympischen Spielen und Fußball-WM ist sein Produkt das medienträchtigste Sportereignis der Welt. Tour-Fans in London dürfen sich auf Public Viewing während der Alpen-Etappen freuen.

Vor allem die Leidensgeschichten speisen den Tour-Mythos. Die von Eugene Christoph, der vor 100 Jahren einen Gabelbruch am Tourmalet im "Do-It-Yourself-Verfahren" in einer Schmiede richten musste, ging mit einer schmerzlichen Niederlage zu Ende. Die Tom-Simpson-Story endete mit dem Tod. Der Brite starb 1967 beim Anstieg in glühender Hitze auf den Mont Ventoux - auch diesmal im Streckenprofil. Alkohol und Amphetamine sollten Simpson den Weg auf den Riesen der Provence erleichtern - der Cocktail war tödlich. Danach wurden unter heftigem Protest der Profis Doping-Kontrollen eingeführt.

Auch Ullrich Teil der Legende

Der unersättliche Eddy Merckx, der jugendliche Didi Thurau und seine 15 Tage in Gelb 1977, der letzte einheimische Triumphator Bernard Hinault, und der 1997 so unbekümmert wirkende einzige deutsche Toursieger Jan Ullrich sind ebenso Teil der Legende.

Das sportlich vielleicht größte Drama erlebte der 2010 an Krebs verstorbene Laurent Fignon. 1989 führte der Franzose vor der letzten Etappe mit 50 Sekunden Vorsprung. Nach dem abschließenden Zeitfahren von Versailles nach Paris hatte er acht Sekunden Rückstand auf den US-Profi Greg LeMond. Die knappste Niederlage in der Tour-Geschichte blieb Zeit seines Lebens an Fignon haften. Dahinter verblassten seine Siege 1983 und 1984.

Contador vs Froome

In diesem Jahr spricht im Kampf um das Maillot Jaune nach der Absage des Vorjahressiegers Bradley Wiggins vieles für ein Duell. Der Vorjahreszweite Christopher Froome aus Großbritannien und dem aus seiner Dopingsperre nach Frankreich zurückkehrende Spanier Alberto Contador werden im Stechen auf spektakulärer Streckenführung über 3 479 Kilometer erwartet.

Die klassischen Anstiege auf den Mont Ventoux und nach L'Alpe d'Huez - zum ersten Mal an einem Tag zweimal zu bewältigen - stehen ebenso im Programm der gigantischen Radsport-Show wie ein Einzelzeitfahren nach Mont Saint Michel im Atlantik. Die letzte Etappe führt von Versailles nach Paris, wo die Tour auf den Champs Elysées am Abend des 22. Juli unter Flutlicht enden wird - Partystimmung garantiert.

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