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Tour de France 2013: John Degenkolb Zweiter - Jens Voigt im Pech

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Degenkolb nur knapp geschlagen

06.07.2013, 08:59 Uhr | sid, t-online.de

Tour de France 2013: John Degenkolb Zweiter - Jens Voigt im Pech. Im Sprintfinale war Peter Sagan (li.) zu stark für John Degenkolb. (Quelle: dpa)

Im Sprintfinale war Peter Sagan (li.) zu stark für John Degenkolb. (Quelle: dpa)

Als die Sprintstars André Greipel und Marcel Kittel längst abgehängt waren, sprang John Degenkolb in die Bresche - doch gegen den explosiven Antritt von Peter Sagan blieb der Deutsche machtlos. Der Slowake entschied die 7. Etappe der 100. Tour de France für sich und feierte nach zuvor mehreren knappen Niederlagen in Albi den erhofften Tageserfolg bei der Jubiläumsausgabe. (Etappenergebnis im Überblick)

Tour-Debütant Degenkolb musste sich dagegen mit dem zweiten Platz zufrieden geben und verpasste seinen ersten Etappensieg denkbar knapp. Der Ärger darüber war riesig, erst nach Minuten beruhigte sich der Frankfurter und machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. "Jeder, der mich kennt, weiß, dass für mich der zweite Platz der erste Verlierer ist", klagte er. "Ich wollte Sagan austricksen. Ich habe ihn auch überrascht, weil ich links vorbei bin. Am Ende war Sagan stärker. Es ist sehr ärgerlich, aber ich glaube, ich habe trotzdem meine Chance genutzt", sagte Degenkolb und versprach: "Beim nächsten Mal wird es reichen."

Herber Rückschlag für Greipel und Co.

Sagan baute mit dem Sieg seine Führung in der Punktewertung deutlich aus und unterstrich vor den beiden schweren Pyrenäenetappen am Wochenende seinen Status als Favorit auf den Gewinn des Grünen Trikots. "Ich bin sehr glücklich, ich muss meinem Team einen großen Dank aussprechen. Ich widme ihnen diesen Erfolg", sagte Sagan: "In den ersten Tagen habe ich mich nicht so wohl gefühlt, aber es wurde immer besser."

Die Etappengewinner Kittel und Greipel griffen in den Massensprint der 205,5 Kilometer langen Etappe mit Start in Montpellier nicht ein. Das Duo war wie auch der Brite Mark Cavendish frühzeitig zurückgefallen und musste einen herben Rückschlag im Rennen um das "Maillot vert" hinnehmen. Sagan blieb im Endspurt Herr der Lage, Degenkolb verschwand fluchend im Teambus.

Sagan-Truppe wie im Zeitfahren

Eine erste Vorentscheidung fiel bereits am Col de la Croix, rund 110 Kilometer vor dem Ziel. Greipel, Kittel und Cavendish wurden auf dem Anstieg der zweiten Kategorie abgehängt und fielen rund zweieinhalb Minuten zurück - der Startschuss für ein packendes Fernduell der Sprinterteams.

Wie bei einem Teamzeitfahren hielt Sagans Cannondale-Equipe an der Spitze der ersten Gruppe das Tempo hoch, während sich Fahrer von Argos-Shimano, Lotto-Belisol und Quick Step zurückfallen ließen und mit ihren Spitzenfahrern verzweifelt um den Anschluss kämpften.

Impey weiter in Gelb

Nach einer über eine Stunde andauernden Jagd gaben die Verfolger schließlich rund 40 Kilometer vor dem Ziel auf und ließen Sagan gewähren. Unterstützt wurde Cannondale zeitweise durch Orica-GreenEdge um den weiter Gesamtführenden Daryl Impey (Südafrika).

Gemeinsam schlossen die beiden Mannschaften auch die Lücke zu drei Ausreißern, die rund 60 Kilometer vor dem Ziel attackiert hatten. Sagan sicherte sich zudem mit 20 Punkten die Maximalausbeute beim Zwischensprint.

Voigt mit tollem Fluchtversuch

Auch Altmeister Jens Voigt konnte die Siegpläne Sagans nicht durchkreuzen. Gemeinsam mit dem Franzosen Blel Kadri hatte sich Voigt kurz nach dem Start auf die Reise gemacht. Das Duo fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von knapp sieben Minuten hinaus, gegen die von Cannondale forcierte Nachführarbeit war das Duo jedoch machtlos.

Voigt wurde 97 Kilometer vor dem Ziel vom Feld eingeholt, sein Fluchtgefährte bereits kurz zuvor. Kadri tröstete sich mit dem Bergtrikot, das er von seinem Landsmann Pierre Rolland übernahm.

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