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Tour de France 2013: Nach Rasur läuft es bei Degenkolb

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Bei Degenkolb ist der Schnauzbart ab

06.07.2013, 14:08 Uhr | sid

Tour de France 2013: Nach Rasur läuft es bei Degenkolb. Noch mit Schnauzer: Bei John Degenkolb ist der Bart aber mittlerweile ab. (Quelle: imago/PanoramiC)

Noch mit Schnauzer: Bei John Degenkolb ist der Bart aber mittlerweile ab. (Quelle: imago/PanoramiC)

Das hat nicht wie erhofft gewirkt. Erst seit sich John Degenkolb von seinem Schnauzbart getrennt hat, läuft es für ihn bei der 100. Tour de France besser. Der 24 Jahre alte Radprofi stand auf dem siebten Tagesabschnitt erstmals ganz dicht vor einem Etappensieg und musste nur seinen slowakischen Rivalen Peter Sagan passieren lassen. Für den Deutschen aus dem Team Argos-Shimano blieb Rang zwei.

Beim Giro d'Italia war das noch anders. Da kämpfte sich Degenkolb mit Schnurrbart zum Tagessieg - und daher fehlte der unverkennbare Gesichtsschmuck auch beim Auftakt der Jubiläumstour auf Korsika nicht. "Der Schnäuzer ist ein bisschen mein Markenzeichen geworden, ist doch ein schöner Gag", sagte Degenkolb noch während der Teampräsentation zum Tour-Auftakt schmunzelnd. (Etappenergebnis im Überblick)

"Es lief perfekt für mich"

Doch in der Hitze Südfrankreichs war ein Schnäuzer wohl nicht die richtige Wahl, wie der gebürtige Geraer feststellen musste. Überhaupt dauerte es eine Weile, bis der endschnelle Klassikerspezialist in seine erste Große Schleife fand. Am zweiten und dritten Tag des Rennens hatte Degenkolb eigentlich mit einer vorderen Platzierung geliebäugelt, doch die Beine spielten auf den durchaus anspruchsvollen korsischen Anstiegen nicht mit.

In Albi aber sah der fünfmalige Vuelta-Etappensieger die große Gelegenheit, nachdem Sagans Cannondale-Equipe zuvor Andre Greipel und Mark Cavendish sowie seinen Teamkameraden Marcel Kittel distanziert hatte. "Es lief perfekt für mich, ich war voll fokussiert und das Team hat mich super in Szene gesetzt", sagte Degenkolb, nachdem sein Ärger über die Niederlage gegen Sagan ein wenig abgeklungen war.

Eingewöhnungsphase ist abgeschlossen

Als sich Degenkolb entschieden hatte, den Sprint waghalsig und fast mit Kontakt zur Balustrade zu eröffnen, hatte er auf seinen Instinkt vertraut. Der WM-Vierte von Valkenburg wollte Sagan überrumpeln, doch der konterte. Dennoch kam Degenkolb zu der Einschätzung, dass seine Tour-Gewöhnungsphase abgeschlossen ist.

"Ich habe meine Chance trotzdem genutzt und auch nie daran gezweifelt, hier vorne sein zu können", sagte er. Einen Etappensieg hat Degenkolb für dieses Jahr lange noch nicht abgeschrieben. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass er noch das eine oder andere Mal ganz vorne auftaucht. Einen Tagestriumph in Frankreich war seine ausgegebene Zielsetzung.

Beim nächsten Duell soll es reichen

Für Degenkolb ist Sagan der Maßstab, mit ihm vergleicht er sich, mit ihm konkurriert er. Ähnlich wie der große Favorit auf das Grüne Trikot ist Degenkolb einer der bergfesten Sprinter, der sich auch in hügeligem Gelände nicht so leicht abhängen lässt. Zudem fahren beide auch bei den Frühjahrsklassikern auf etwa einem Niveau.

Deshalb blickte der ehrgeizige Degenkolb nach seinem zweiten Platz, kurz nachdem er sich seinen Frust von der Seele geschrien hatte, auch gleich auf ein mögliches neues Duell. "Beim nächsten Mal wird es reichen", sagte Degenkolb. Und weil verlieren für ihn ein Unding ist, sollte sich Sagan diesen Satz merken.

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