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Tour de France 2013: Tony Martin gibt Kampfansage fürs Zeitfahren

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"Alles andere als ein Sieg wäre für mich eine Enttäuschung"

09.07.2013, 07:24 Uhr | Das Interview führte Pascal Ludwig

Tour de France 2013: Tony Martin gibt Kampfansage fürs Zeitfahren. Der deutsche Radstar Tony Martin. (Quelle: dpa)

Der deutsche Radstar Tony Martin. (Quelle: dpa)

Er war einer der Pechvögel in der ersten Woche der 100. Tour de France. Der amtierende Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin stürzte bereits auf der ersten Etappe und kämpft sich seitdem mit Verletzungen durch die Tour. Im Interview mit t-online.de verrät der Radstar, welche Blessuren ihn am meisten behindern und was er sich für das kommende Zeitfahren vorgenommen hat. (Jetzt live! Die 10. Etappe im Ticker)

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Herr Martin, Sie haben sich mit Sturz-Verletzungen durch die erste Tour-Woche gequält. Wie haben Sie die letzten Tage erlebt?
Da haben die Beine mehr weh getan als die Wunden. Das empfinde ich als positiv. Die Schmerzen haben sich wieder auf ein normales Maß reduziert. Der Heilungsprozess schreitet sehr gut voran. Für mich soll die Tour nach dem Ruhetag richtig beginnen.

Wie haben Sie sich motiviert, trotz Ihrer Verletzungen durch die letzten Tage zu kommen?
Für mich steht das noch anstehende Zeitfahren im Mittelpunkt. Es war klar, wenn es irgendeine Chance gibt, das Zeitfahren zu erreichen, dann kämpfe ich mich hier durch. Sicherlich war es sehr schmerzhaft und nicht leicht, aber ich bin ganz gut durchgekommen und konnte mich aus den weiteren Stürzen auch raushalten. Auch von ärztlicher Seite werde ich sehr gut versorgt. Die Bandagen werden jeden Tag gewechselt und es gibt spezielle Salben. Das hat maßgeblich zum guten Heilungsprozess beigetragen.

Sie haben sich bei dem Sturz Schürfwunden, eine Lungenprellung und eine tiefe Fleischwunde zugezogen. Was bereitet Ihnen die größten Probleme?
Am schmerzhaftesten waren die offenen Finger. Die Fingerkuppen waren auch offen und die Finger braucht man eben jede Minute. Man muss sich das so vorstellen: Wenn man eine Gabel anfasst, muss man eine Position finden, die nicht von den Fleischwunden betroffen ist. Das hört sich zwar alles klein und banal an, aber das waren die Sachen, die im Alltag am meisten gestört haben. Auch den Rennhandschuh anziehen erwies sich als sehr unangenehm. Das hat sich aber jetzt mittlerweile gegeben. Die Finger sind sehr gut verheilt und ich bin von meiner eigenen Regenerationsfähigkeit überrascht.

Was trauen Sie sich im Zeitfahren am Mittwoch trotz Ihrer Verletzungen zu?
Ich will auf jeden Fall gewinnen. Deswegen bin ich hier. Alles andere als ein Sieg wäre für mich eine Enttäuschung.

Mehr News zu Tony Martin finden Sie auf seiner Website: www.tony-martin.de

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