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Tour de France 2013: Tony Martin hängt Chris Froome ab

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Tony Martin im Kampf gegen die Uhr nicht zu schlagen

11.07.2013, 07:18 Uhr | t-online.de, sid

Tour de France 2013: Tony Martin hängt Chris Froome ab. Strahlemann: Tony Martin freut sich über seinen Etappensieg. (Quelle: AP/dpa)

Strahlemann: Tony Martin freut sich über seinen Etappensieg. (Quelle: AP/dpa)

Gegen diesen Tony Martin musste sich auch das Gelbe Trikot geschlagen geben. Der Zeitfahr-Weltmeister dominierte auf der elften Etappe der 100. Tour de France und ließ dabei auch den Gesamtführenden Christopher Froome hinter sich. In der Zeit von 36:29 Minuten war der deutsche Rad-Star bei dem 33 Kilometer langen Kampf gegen Uhr zwischen Avranches und Mont-Saint-Michel nicht zu schlagen und sicherte sich nach 2011 seinen zweiten Tour-Etappensieg. (Die Ergebnisse im Überblick)

Letztlich lag Martin zwölf Sekunden vor Froome. Durch seinen zweiten Platz baute der Sky-Kapitän aber zumindest seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus. (Weitere News finden Sie in unserem Tour-Blog)

"Das wäre der Super-Gau gewesen"

Mit versteinerter Miene hatte Martin zuvor auf den Fernseher im Zielbereich geschaut, ehe er schließlich nach quälenden vier Stunden doch erleichtert aufsprang. Erst als Froome die Bestzeit des Weltmeisters knapp verfehlt hatte, stand der Sieg fest. "Das war kein Zittern mehr, das war fast schon Enttäuschung. Ich dachte, er schlägt mich um ein, zwei Sekunden. Das wäre mein Super-Gau gewesen", sagte Martin nach seinem persönlichen Happy End.

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Bei den ersten beiden Zwischenzeiten hatte Froome sogar in Führung gelegen, doch am Ende setzte sich doch der zweimalige Zeitfahr-Weltmeister durch. "Ich hatte schreckliche letzte Minuten. Ich habe nicht erwartet, dass er so nah rankommt", sagte Martin, ehe er aufatmen konnte.

Zuletzt 2001 vier deutsche Etappensiege

"Dieser Sieg hat mir und dem Team sehr gut getan", sagte der 28-Jährige nach seiner rasenden Fahrt vorbei an hunderttausenden Fans. "Turbo-Tony" fuhr auf dem Parcours ein Mittel von 54,271 Stundenkilometern und setzte die "deutschen Tage" der zweiten Tour-Woche nach den Etappensiegen von Marcel Kittel (2) und André Greipel (1) fort. Vier deutsche Etappensiege bei der Tour hatte es zuletzt 2001 (Erik Zabel/3, Jens Voigt/1) gegeben.

Martin hatte seine "einzige hundertprozentige Chance auf ein Tour-Highlight" beim Schopf gepackt. Seine quasi am ganzen Körper sichtbaren Sturzverletzungen, die er sich beim Tour-Autakt in Bastia zugezogen hatte, behinderten ihn auf der elften Etappe nur noch wenig. "Das ist abgehakt - heute hat für mich die Tour zum zweiten Mal begonnen", erklärte Martin, der sich nach dem Passieren der Ziellinie total erschöpft erst einmal auf den Asphalt legen musste.

Froome baut Vorsprung aus

Der Topfavorit, der in dieser Saison noch kein Zeitfahren verlor, musste schon um 12.36 Uhr auf die Strecke. Froome, den Martin von vornherein zum Hauptkonkurrenten im Kampf um den Tagessieg bezeichnet hatte, war als letzter Fahrer um 16.54 Uhr gestartet und hatte die Zeit von Martin als Referenz immer vor Augen.

Aber auch der Brite, der zwischenzeitlich sogar in Führung lag, fand am Ende bei starkem Wind kein Mittel gegen den Wahl-Schweizer. Für Froome war aber wichtiger, seinen Vorsprung im Gesamtklassement auszubauen. Das gelang ihm. Er nahm dem zweitplatzierten Alejandro Valverde exakt zwei Minuten ab. Der zweifache Toursieger Alberto Contador verlor gar 2:03 Minuten auf Froome.

Der Sky-Kapitän geht jetzt mit 3:25 Minuten Vorsprung zu Valverde auf die zwölfte Etappe über 218 Kilometer von Fougères nach Tours, die am Donnerstag wieder ein gefundenes Fressen für die Sprinter sein dürfte.

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