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Tour de France: Alberto Contador nimmt Christopher Froome Zeit ab

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Alberto Contador gelingt großer Coup

12.07.2013, 17:41 Uhr | dpa, t-online.de

Tour de France: Alberto Contador nimmt Christopher Froome Zeit ab. Starker Auftritt auf der 13. Etappe: Alberto Contador (Quelle: dpa)

Starker Auftritt auf der 13. Etappe: Alberto Contador (Quelle: dpa)

Tour de France verrückt: Alberto Conator hat auf der eigentlich flachen 13. Etappe mit einer überraschenden Attacke ein Zeichen im Kampf um das Gelbe Trikot gesetzt. Der Spanier nutzte rund 30 Kilometer vor dem Ziel in Saint-Amand-Montrond eine Unachtsamkeit des Spitzenreites Christopher Froome und fuhr mit seinem Saxo-Team auf und davon. Am Ende holte Contador 1:08 Minuten auf den Briten auf. (Die Ergebnisse im Überblick)

Eine herbe Niederlage kassierte der bisherige Gesamtzweite Alejandro Valverde, der über neun Minuten verlor. Den Tagessieg nach 173 Kilometern holte sich Mark Cavendish im Spurt vor Peter Sagan und Bauke Mollema. Der Niederländer rangiert nun im Gesamtklassement hinter Froome auf Platz zwei. Die deutschen Sprintstars Marcel Kittel und André Greipel gehörten nicht zu der Gruppe, die als erste das Ziel erreichte. Sie hatten diesmal nichts mit dem Ausgang des Rennens zu tun. (Weitere News finden Sie in unserem Tour-Blog)

Tückische Etappe

Laut Streckenplan hatte die Flachetappe im Departement Indre-et-Loire wenig Spektakuläres zu bieten. Sie entpuppte sich aber als außerordentlich ereignisreich. Der starke Wind und ständige Attacken sorgten dafür, dass sich auf den letzten 50 Kilometern viele verschiedene Gruppen gebildet hatten.

Den überraschendsten Angriff lancierte das Team Saxo-Bank um Contador. Auf flachem Terrain sorgte der Kletterspezialist aus Madrid für einen großen Abstand vor dem erneut völlig auf sich allein gestellten Froome. Damit begann seine Aufholjagd gegen den Briten, dem nun klar sein dürfte, dass die Jubiläumstour für ihn noch lange nicht gewonnen ist.

Kittel schon früh geschlagen

Kittel war schon früh um die Chance gebracht worden, seine Serie fortzusetzen. Bei heftigen Windböen hatte sich das Feld nach 105 Kilometern geteilt, Kittel rutschte in die zweite Gruppe. Die Nachzügler hatten schnell über eine Minute Rückstand, weil an der Spitze Omega-Quick Step für Cavendish und Belkin für Mollema Tempo bolzten. Besser lief es zunächst für Greipel. Doch auch er verlor später den Anschluss nach vorne.

Das Team Belkin witterte die Chance, ihren Kapitän an Valverde vorbei auf Rang zwei des Gesamtklassements zu fahren. Der Spanier steckte auch in der abgeschlagenen Kittel-Gruppe, nachdem er durch einen Defekt Zeit verloren hatte. Die gleichzeitige Attacke an der Spitze fand Valverde-Tamchef José Luis Arrierta nicht sehr fair. "Das ist nicht sportlich", mäkelte er.

Froomes Team arg geschwächt

Froomes Team war erneut geschwächt ins Rennen gegangen. Edvald Boasson Hagen war schon auf dem Heimweg nach Norwegen. Der WM-Zweite hatte sich beim Massensturz auf der 12. Etappe das Schulterblatt gebrochen. Damit war das Team Sky nur noch mit sieben Fahrern unterwegs, nachdem bereits Wasil Kirienka auf der neunten Etappe ausgestiegen war.

Außerdem ist Geraint Thomas seit seinem Sturz zum Auftakt mit einer angebrochenen Hüfte stark gehandicapt. Ergebnis dieser Rückschläge war die Wehrlosigkeit Froomes bei der überraschenden Contador-Attacke.

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