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Tor de France 2013: Jubiläums-Rundfahrt offiziell dopingfrei

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Jubiläums-Tour offiziell dopingfrei

14.07.2013, 13:55 Uhr | dpa

Tor de France 2013: Jubiläums-Rundfahrt offiziell dopingfrei. Der Mann in Gelb (hier Chris Froome) wird nach jeder Etappe kontrolliert. (Quelle: dpa)

Der Mann in Gelb (hier Chris Froome) wird nach jeder Etappe kontrolliert. (Quelle: dpa)

Die 100. Tour de France schreibt bis jetzt nur sportliche Schlagzeilen - Doping ist beim Jubiläum bisher kein Thema. Die gemeinsam von der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD und dem Weltradsportverband UCI durchgeführten Kontrollen waren bisher offiziell alle negativ.

Dabei wird eifrig getestet. "Ich habe das Gefühl, die Kontrolleure stehen jeden Morgen beim Frühstück", sagte Rolf Aldag, technischer Manager beim Team Omega Pharma-Quick Step. (Die Ergebnisse im Überblick)

Täglich neue Strategie

Die Kontrolleure der AFLD verweigerten allerdings jegliche Auskunft zum Ablauf der Tests. "Nur die UCI darf zu den Kontrollen Stellung nehmen", erklärte ein AFLD-Mitarbeiter. Dort ist man mit der Zusammenarbeit bisher mehr als zufrieden. "Beide Seiten arbeiten Hand in Hand", sagte UCI-Sprecher Louis Chenaille. Die Strategie für die Tests werden bei einer täglichen Sitzung festgelegt. "Beide Seiten tauschen ihre Informationen aus und vereinbaren gezielte Kontrollen", erklärte Chenaille. (Weitere News finden Sie in unserem Tour-Blog)

Rund um den silbergrauen LKW mit der Aufschrift "Controle Anti-Dopage" herrscht kurz vor dem Etappenende stets rege Betriebsamkeit. Die Chaperons in schwarzen T-Shirts schwärmen aus, um die Fahrer, die unmittelbar nach dem Rennen zur Dopingkontrolle müssen, nicht aus den Augen zu lassen. Neben dem Etappensieger und dem Träger des Gelben Trikots müssen noch mindestens zwei Fahrer zum Test. Diese werden entweder nach dem Zufallsprinzip oder gezielt ausgewählt.

Auch unangekündigte Besuche

Die Kontrollen nach der Etappe sind jedoch nur ein Teil des Testsystems. Auch unangekündigte Besuche in den Teamhotels gehören dazu. So wurde etwa Marcel Kittel am Abend nach seinem dritten Etappensieg in Tours im Mannschaftsquartier noch einmal getestet. Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin und sein französischer Teamkollege Sylvain Chavanel bekamen vor dem Einzelzeitfahren nach Saint Mont-Michel noch Besuch.

Die Zusammenarbeit zwischen AFLD und UCI läuft bisher anscheinend reibungslos. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. 2009 übte der damalige AFLD-Chef Pierre Bordry harsche Kritik an den Kontrollen des Weltverbandes. Er bezichtigte die UCI, Lance Armstrong bei seinem damaligen Comeback bei der Tour bevorzugt behandelt zu haben. In den Jahren darauf hatten die Franzosen eine Zusammenarbeit mit der UCI abgelehnt. Erst in diesem Jahr ist die AFLD wieder mit von der Partie.

Im vergangenen Jahr hatte es lediglich einen Dopingfall während der Frankreich-Rundfahrt gegeben. Damals wurde der Luxemburger Fränk Schleck positiv auf ein Diuretikum getestet, das zur Verschleierung von Doping verwendet werden kann. Die Sperre des Tourdritten von 2011 war letzten Sonntag abgelaufen. Analysiert werden die Proben auch in diesem Jahr in erster Linie in dem Anti-Doping-Labor Chatenay-Malabry bei Paris, aber auch in Köln bei Wilhelm Schänzer.

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