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Tour de France: Froome gewinnt am Mont Ventoux

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Christopher Froome gewinnt souverän am Mont Ventoux

14.07.2013, 17:17 Uhr | dpa, t-online.de

Tour de France: Froome gewinnt am Mont Ventoux. Christopher Froome jubelt am Mont Ventoux. (Quelle: dpa)

Christopher Froome jubelt am Mont Ventoux. (Quelle: dpa)

Mit einer unglaublich erscheinenden Gala-Vorstellung auf dem Mont Ventoux hat Christopher Froome alle Zweifel an seiner Dominanz bei der Jubiläumstour ausgeräumt. Der Träger des Gelben Trikots schüttelte seine Konkurrenten auf der 15. Etappe der 100. Tour de France wie lästige Fliegen ab. Im letzten Teil des spektakulären Abschnitts musste zuletzt auch der Kolumbianer Nairo Alexander Quintana den nicht nachlassenden britischen Radprofi davonziehen lassen. (Die Ergebnisse im Überblick)

Nach der Froome-Show stand sein zweiter Etappensieg fest, sein Vorsprung vor seinen Konkurrenten Bauke Mollema (+4:14 Minuten) und Alberto Contador (+4:25) ist weiter gewachsen. Der Brite ließ am französischen Nationalfeiertag staunende Beobachter zurück und beseitigte fast jegliche Zweifel, dass er sich in acht Tagen als Toursieger 2013 feiern lassen kann. Die Etappe wurde in Rekord-Tempo absolviert - Froome erreichte das Ziel 40 Minuten vor der in der Marschtabelle am schnellsten errechneten Zeit.

Contador wie ein Hobbyfahrer

Alles konzentrierte sich auf der mit 242,5 Kilometer längsten Touretappe in diesem Jahr auf das brutale Finale. Auf dem 20,8 Kilometer langen Schlussanstieg lieferten sich die Favoriten ein gnadenloses Ausscheidungsrennen. Den ersten entscheidenden Punch setzte Froome 7,3 Kilometer vor dem Ziel, als er den zweifachen Toursieger Contador wie einen Hobbyfahrer stehen ließ. Der wie entfesselt fahrende Spitzenreiter schloss wenig später zum in Führung liegenden Quintana auf, der 13 Kilometer vor dem Ziel attackiert hatte. Den ließ er dann auf den letzten 1300 Metern hinter sich.

Peter Sagan, Träger des Grünen Trikots und Etappensieger von Albi, hatte auf der spektakulären Etappe Geschichte schreiben wollen. Der Slowake, den André Greipel als "Wonderboy" und "Asterix und Obelix" in einer Person bezeichnete, fuhr in einer neunköpfigen Ausreißergruppe. Aber sein geplanter Coup schlug fehl. Die Flüchtlinge wurden auf den steilen Rampen des Ventoux gestellt, als letzter von ihnen der Franzose Sylvain Chavanel.

Traurige Berühmtheit

Der 1912 Meter hohe Berg, der auf den letzten 200 Höhenmetern ohne Vegetation einer Mondlandschaft gleicht, hatte am 13. Juli 1967 traurige Berühmtheit erlangt. Beim Aufstieg hatte der Brite Tom Simpson einen tödlichen Hitzschlag erlitten. Später waren in seinem Blut Spuren von Amphetaminen und Alkohol nachgewiesen worden. Im Folgejahr wurden Dopingkontrollen bei der Tour obligatorisch, allerdings nicht sehr ernst genommen. Bei Verstößen wurden früher geringe Geldstrafen oder Sekundenzuschläge ausgesprochen.

Weitere News finden Sie in unserem Tour-Blog

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