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Tour de France 2013: Rui Costa gewinnt, Andreas Klöden verpasst Chance

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Sieg für Costa, Schrecksekunde für Froome

17.07.2013, 09:47 Uhr | dpa, sid

Tour de France 2013: Rui Costa gewinnt, Andreas Klöden verpasst Chance. Portugiesischer Jubel: Rui Costa erreichte als Erster das Ziel in Gap. (Quelle: dpa)

Portugiesischer Jubel: Rui Costa erreichte als Erster das Ziel in Gap. (Quelle: dpa)

Erster diesjähriger Sieg für einen Radprofi aus Portugal, verpasste Chance für Andreas Klöden, Schrecksekunde für das Gelbe Trikot: Während Rui Costa die 16. Etappe der 100. Tour de France in Gap gewonnen hat, war Spitzenreiter Christopher Froome im Finale in einer Abfahrt ins Straucheln geraten und von der Straße abgekommen. Der Ausflug ins Gelände ging aber gut aus. (Die Ergebnisse der Tour de France im Überblick)

Der Movistar-Profi war nach 168 Kilometern Erster einer ursprünglich 26 Fahrer starken Ausreißergruppe, nachdem er sich im letzten Anstieg von seinen Begleitern um Klöden abgesetzt hatte. Der Parcours in den Alpen mit drei noch moderaten Anstiegen kam dem Gewinner der Tour de Suisse 2013 entgegen. Schon mehrere hundert Meter vor dem Ziel jubelte der 24-jährige Costa, der als Solist siegte. Klöden, lange Weggefährte des Tagessiegers, versuchte vergeblich noch einmal aufzuschließen und wurde letztlich Fünfter.

Schrecksekunde für Froome

"Das ist einer der wichtigsten Siege meiner Karriere. Ich musste lange warten auf meinen zweiten Etappensieg. Unser Ziel ist es nun, Nairo Quintana auf dem Podium zu platzieren", sagte Costa. Der Brite Christopher Froome verteidigte derweil sein Gelbes Trikot und konterte dabei auf dem letzten Anstieg im Rücken der Ausreißer mehrere Attacken seines Herausforderers Alberto Contador.

Eine Schrecksekunde hatten die beiden Rivalen auf der Schlussabfahrt zu überstehen. Auf der sehr gefährlichen, elf Kilometer langen Abfahrt kam Contador zu Fall, Froome strauchelte beim Ausweichen und musste einen Umweg über den Rasen am Straßenrand fahren. Danach begruben die beiden Topfahrer ihr Kriegsbeil für diesen Tag und erreichten gemeinsam Gap.

Contador verteidigt sich

"Dieser Vorfall hat bewiesen, dass die Tour längst nicht beendet ist", sagte Froome. Unter dem Strich hat sich im Gesamtklassement nach 168 Kilometern nichts geändert: Froome führt vor dem zweiten Zeitfahren am Mittwoch weiter mit 4:14 Minuten vor dem Niederländer Bauke Mollema und 4:25 vor Contador.

Nach dem Vorfall nahm sich Froome Contador aber vor. "Contador und Fuglsang sind auf der Abfahrt zu viel Risiko eingegangen. Alberto stürzte vor mir. Ich musste von der Straße runter, um ihm auszuweichen. Meiner Meinung nach war seine Aktion auf dieser Abfahrt viel zu gefährlich. Er konnte sein Rad kaum kontrollieren", schimpfte Froome, blieb dabei aber wie immer noch fast verbindlich. Contador verteidigte sich: "Ich hatte angekündigt, ihn weiter zu attackieren, auch wenn er souverän in Führung liegt. Der Untergrund war uneben und ich bin auf dem Geröll ausgerutscht."

Klöden darf noch einmal träumen

Unmittelbar nach dem Start in Vaison-La-Romaine hatten die ersten Fahrer versucht, wegzukommen. Allmählich hatte sich eine große Ausreißergruppe gebildet. Bei einem Vorsprung von über acht Minuten rund 67 Kilometer vor dem Ziel war spätestens klar, dass die Flüchtlinge Erfolg haben würden.

So durfte auch Andreas Klöden noch einmal kurz von seinem ersten Tour-Etappensieg in seiner langen Karriere träumen. "Costa war zu stark, als er angegriffen hat. 500 Meter vor dem Ziel habe ich versucht, den Sprint von vorne zu gewinnen, aber ich bin kein Sprinter", sagte Klöden.

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