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Tour de France: Froome gewinnt das zweite Zeitfahren vor Contador

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Froome macht mit dem nächsten Sieg den nächsten Schritt

17.07.2013, 18:32 Uhr | dpa, sid

Tour de France: Froome gewinnt das zweite Zeitfahren vor Contador. Sieger im Sekundenpoker: Christopher Froome rast zum nächsten Etappenerfolg. (Quelle: dpa)

Sieger im Sekundenpoker: Christopher Froome rast zum nächsten Etappenerfolg. (Quelle: dpa)

Alberto Contador schüttelte zuerst enttäuscht den Kopf. Dann nickte er anerkennend und musste auch im zweiten Zeitfahren der 100. Tour de France die Überlegenheit von Christopher Froome akzeptieren. Der designierte Tour-Sieger aus Großbritannien feierte in Chorges nach 32 Kilometern bereits seinen dritten Etappensieg in diesem Jahr, ließ den Tageszweiten Contador im Zeitfahren neun Sekunden hinter sich und baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. (Die Ergebnisse der Tour de France im Überblick)

Für die Rivalen bleibt auf den letzten vier Etappen bis Paris wohl nur noch der Kampf um die zwei verbleibenden Podiumsplätze. In diesem Rennen hat der zweimalige Toursieger Contador, der bei beiden Zwischenzeiten noch vor Froome gelegen hatte, nun die besten Karten. Der Spanier (4:34 Minuten zurück) rückte auf Rang zwei vor. Der Niederländer Bauke Mollema (6:23) fiel auf den vierten Platz der Gesamtwertung zurück. Neuer Dritter ist der Tscheche Roman Kreuziger (4:51).

Contador mit hohem Risiko

Froome scheint immer noch über seinen bemerkenswerten Lauf bei der Jubiläums-Rundfahrt zu staunen. "Das ist unglaublich, was ich hier bei der Tour erlebe. Heute hätte man viel Zeit verlieren können. Die erste Abfahrt war sehr gefährlich, ich habe versucht, die Risiken zu minimieren", sagte der Spitzenreiter, der auf dem nach Regenschauern zum Teil noch feuchten Asphalt nicht volles Tempo fuhr.

"Hier der Schnellste zu sein, ist Wahnsinn. Damit habe ich nicht gerechnet. Ich bin sehr glücklich", sagte Froome daher weiter. Bei der ersten Zeitmessung nach 6,5 Kilometern war lediglich Contador zwei Sekunden schneller als der Sky-Kapitän. Der Spanier zeigte hohen Einsatz sowie große Risikobereitschaft auf den Abfahrten und baute dadurch seinen Vorsprung auf den Gesamtführenden zwischenzeitlich auf 20 Sekunden aus.

"Froome war der Beste"

Doch als Froome wie die meisten Fahrer vor der finalen Abfahrt vom Straßenrad auf seine Zeitfahr-Maschine gewechselt hatte, schmolz Contadors Führung dahin. "Ich denke, das war ein gutes Zeitfahren für mich. Ich kann nur sagen, dass Froome der Beste war", sagte der neue Tour-Zweite.

Den vermeintlichen Höhepunkt der 100. Tour, den am Donnerstag anstehenden doppelten Anstieg nach L'Alpe d'Huez (ab 12.20 Uhr im t-online.de Live-Ticker), kann der Brite unterdessen ruhig angehen. Trotzdem muss er weiter auf der Hut sein. "Contador wird bis Paris weiter Druck machen", sagte Froome, der mit dem nächsten Sieg den nächsten Schritt in Richtung Tourgewinn machte.

Klöden besser als Martin

Erwartungsgemäß hatte Weltmeister Tony Martin bei der Vergabe der ersten Plätze keine Rolle gespielt. Der Sieger des Zeitfahrens von Mont Saint-Michel, wo er Froome knapp bezwungen hatte, musste sich nach 54:39 mit Rang 27 begnügen, Altmeister Andreas Klöden kam als bester Deutscher auf Rang 21.

"Das war ein Zeitfahren, das mir nicht gelegen hat. Das wusste ich vorher, deshalb war es eine kleine Standortbestimmung: Wo stehe ich am Berg, was muss ich noch tun, um ganz vorne mitzuspielen zu können? Ich werde mich mit Trainern und Betreuern beraten, wo wir aktuell stehen", erklärte der 28-jährige Wahlschweizer nach dem Rennen durch die traumhafte Alpenlandschaft.

Weitere News finden Sie in unserem Tour-Blog

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