Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Tour de France: Marcel Kittel gewinnt erste Etappe und holt Gelb

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Voigt holt Bergtrikot  

Kittel gewinnt die erste Tour-Etappe und holt Gelb

05.07.2014, 18:16 Uhr | sid, t-online.de

Tour de France: Marcel Kittel gewinnt erste Etappe und holt Gelb. Marcel Kittel schreit bei der Überquerung der Ziellinie seine Freude heraus. (Quelle: dpa)

Marcel Kittel schreit bei der Überquerung der Ziellinie seine Freude heraus. (Quelle: dpa)

Bei Triumphator Marcel Kittel flossen vor Freude über das Gelbe Trikot Tränen, Altmeister Jens Voigt glänzte in seiner Paraderolle als willensstarker Einzelkämpfer: Die deutschen Radprofis haben zum Auftakt der 101. Tour de France brilliert und der ersten Etappe des größten Radrennens der Welt ihren Stempel aufgedrückt. Der Brite Mark Cavendish erlebte dagegen bei seinem Heimspiel einen der schwärzesten Momente seiner Karriere.

Nach 190,5 Kilometern von Leeds nach Harrogate gewann Kittel einen dramatischen Massensprint und schrieb sein Tour-Märchen aus dem Vorjahr in beeindruckender Manier fort. Durch seinen fünften Tagessieg bei der Frankreich-Rundfahrt durfte sich der 26-Jährige zum zweiten Mal das begehrte "Maillot jaune" überstreifen.

>>>Gezwitscher zur Tour de France<<<

Kittel, der 2013 den Auftakt auf Korsika gewonnen hatte, stach bei der hektischen und taktisch anspruchsvollen Zielankunft in der Grafschaft Yorkshire Peter Sagan (Slowakei/Cannondale) und Ramunas Navardauskas (Litauen/Garmin) aus. Voigt trägt nach einer 54 Kilometer langen Solofahrt erstmals seit 1998 das gepunktete Bergtrikot.

Cavendish stürzt schwer

"Es ist unglaublich, etwas ganz besonderes. Wir haben ganz hart dafür gearbeitet und immer daran geglaubt", sagte Kittels Teamkollege John Degenkolb, der auf den letzten Kilometern mit Giant-Shimano Kittels Sieg maßgeblich vorbereitete.

Zur tragischen Figur wurde Lokalmatador Cavendish. Rund 500 Meter vor dem Ziel geriet der 29-Jährige mit dem Australier Simon Gerrans (Orica) aneinander und stürzte schwer auf die rechte Schulter. Der Sprintstar vom Rad-Team Omega Pharma-Quickstep zog sich eine Schultereckgelenksverrenkung und mehrere Bänderrisse zu. Ob Cavendish die Tour überhaupt fortsetzen kann, ist noch nicht klar. Ihm droht das frühe Aus.

Womöglich übermotiviert ließ Cavendish damit eine einmalige Chance aus. Das gesamte Jahr war für ihn auf diesen Tag, diesen Sprint, diesen einen Sieg im Heimatort seiner Mutter ausgelegt. Mit schmerzverzerrtem Gesicht lag Cavendish auf dem Asphalt. Eine herbe Enttäuschung - auch für seine Landsleute, die zu Hunderttausenden an die Strecke gepilgert waren und mit einer begeisternden Stimmung zum Tour-Auftakt auf der Insel beitrugen.

Herzogin Kate schickt das Peloton auf die Reise

Für einen royalen Start bei der Königin der Radrennen hatte zu Beginn Herzogin Kate gesorgt. Im Beisein ihres Gemahlen Prinz William sowie Prinz Harry durchtrennte sie vor dem Start symbolisch ein Band und schickte das Peloton mit besten Wünschen auf die Reise.

Auf diese machte sich unmittelbar nach dem scharfen Start Oldie Jens Voigt. In dem Moment, in dem der 42-Jährige mit seinem 17. Start den Teilnahmerekord von George Hincapie (USA) und Stuart O'Grady (Australien) einstellte, zeigte sich der Trek-Profi in der Angriffslust, die ihn zur Tour-Legende werden ließ: Voigt fletschte die Zähne, trat wild in die Pedale und machte sich mit zwei Mitstreitern auf die Flucht.

Voigt düpiert seine Begleiter

Lange hielt die Gemeinschaft aber nicht. Bei der Sprintwertung nach 77 Kilometern düpierte Voigt seine jungen französischen Begleiter Nicolas Edet (Cofidis) und Benedict Jarrier (Bretagne) mit einem Antritt und spielte dabei seine ganze Erfahrung aus. Er legte die großen Gänge ein, setzte sich deutlich ab und gewann die Bergwertungen an der Côte de Buttertubs und der Côte de Grinton Moor. Rund 60 Kilometer vor dem Ziel wurde Voigt eingeholt. Im dramatischen Finale schlug dann die Stunde von Kittel.

Ein weiterer klassischer Massensprint ist auf der zweiten Etappe nicht zu erwarten, der Kurs zwischen York und Sheffield gleicht dem Frühjahresklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich. Auf 201 Kilometern müssen die Radprofis neun Bergwertungen bewältigen, unter anderem sogar eine der zweiten Kategorie. Auf diesem Terrain sind sowohl Kletterqualität als auch Endschnelligkeit gefragt, denn es ist gut möglich, dass der Tagessieger aus einer Fluchtgruppe kommt.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal