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Tour de France: Kittel siegt vor dem Buckingham Palace

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Super-Finish in London  

Kittel siegt vor dem Buckingham Palace

07.07.2014, 17:57 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Tour de France: Kittel siegt vor dem Buckingham Palace. Dynamisch: Marcel Kittel (vorne) triumphiert in London. (Quelle: dpa)

Dynamisch: Marcel Kittel (vorne) triumphiert in London. (Quelle: dpa)

Marcel Kittel sprintet bei der 101. Tour de France in einer eigenen Liga. Der deutsche Radprofi gewann auch die zweite Massenankunft der Frankreich-Rundfahrt und unterstrich seinen Ruf als derzeit schnellster Fahrer im Feld. Auf der dritten Etappe ließ Kittel, der nach dem Auftakterfolg am Sonntag einen Tag das Gelbe Trikot getragen hatte, nach 155 flachen Kilometern von Cambridge nach London seinen Konkurrenten nicht den Hauch einer Chance.

Unweit des Buckingham Palace, auf der von zehntausenden Fans gesäumten Prachtstraße The Mall, brannte Kittel einen Sprint wie aus dem Lehrbuch auf den regennassen Asphalt. Kraftvoll und zähnefletschend ging der 26-Jährige nach der mustergültigen Vorarbeit seines Teams Giant-Shimano an der ersten Position auf die letzten Meter.

Der slowakische Sprintstar Peter Sagan (Cannondale) hatte sich taktisch clever an Kittels Hinterrad geklemmt - doch dem Antritt des Erfurters konnte der Vorjahressieger des Grünen Trikots nichts entgegensetzen. Rang drei ging an den Australier Mark Renshaw vom Omega Pharma-QuickStep-Team.

"Von solch einem Tour-Start habe ich immer geträumt", sagte Kittel nach seinem nächsten Coup und ergänzte: "Das ist eine der schönsten Zielgeraden, die ich je gesehen habe. Auf den letzten 500 Metern war es ein wenig hektisch, aber meine Mannschaft hat unglaubliche Arbeit geleistet." Kittels Teamkollege John Degenkolb sprach von "drei fantastischen Tagen in England". Jetzt müsse die Mannschaft den Flow mit nach Frankreich nehmen. "Dann können wir auch eine Etappe auf französischem Boden gewinnen."

Für Greipel läuft es nicht

Kittel zog mit seinem insgesamt sechsten Tour-Tagessieg in der deutschen Bestenliste an seinem Konkurrenten André Greipel vorbei, insgesamt war es der 72. Etappenerfolg eines Deutschen bei der Frankreich-Rundfahrt. Während der Siegeszug von Kittel beim wichtigsten Radrennen der Welt anhält, erlebte der hoch gehandelte Greipel die nächste Enttäuschung. Vom Team Lotto-Belisol nicht gut positioniert, konnte Greipel nicht in den Endspurt eingreifen. Beim Tour-Start am Samstag hatte er nur den 18. Platz belegt - sein Traum von Gelb war geplatzt. Diesmal war es nur Rang 23.

>>>Gezwitscher zur Tour de France<<<

Im Gelben Trikot fährt weiter der Italiener Vincenzo Nibali. Der 29 Jahre alte Astana-Kapitän hatte Kittel mit seinem Sieg auf der zweiten Etappe von der Spitze des Gesamtklassements verdrängt.

Verfolger werden gestellt

Die Etappe nahm ihren erwarteten Verlauf. Kurz nach dem Start nahmen zwei Fahrer Reißaus und bestimmten mit ihrer Flucht lange Zeit das Geschehen. Dabei setzte sich auch das deutsche Wildcard-Team NetApp-Endura in Person des Tschechen Jan Barta erstmals in Szene. Dessen Ausritt an der Seite des Franzosen Jean-Marc Bideau (Bretagne-Séché Environnement) beendeten die Sprinterteams, die den Vorsprung während des Rennens auf rund vier Minuten begrenzt hatten, knapp sechs Kilometer vor dem Ziel.

Am Dienstag kehrt die Tour de France in ihre Heimat zurück. Nach dem dreitägigen Gastspiel in England mit überwältigendem Zuschauerzuspruch findet die vierte Etappe auf französischem Boden statt. Über 163,5 Kilometer führt das Teilstück von Le Touquet-Paris-Plage nach Villeneuve-d'Ascq, einem Vorort der Großstadt Lille. Das Profil der Strecke bietet wenig Herausforderungen und kommt erneut den Top-Sprintern um Kittel und Greipel entgegen.


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