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Tour de France 2014: Christopher Froome muss aufgeben

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Bitteres Tour-Aus  

Titelverteidiger Froome muss nach drittem Sturz aufgeben

09.07.2014, 17:00 Uhr | sid

Tour de France 2014: Christopher Froome muss aufgeben. Bei Froome sind nach einem Sturz die offenen Wunden zu sehen. (Quelle: Reuters)

Bei Froome sind nach einem Sturz die offenen Wunden zu sehen. (Quelle: Reuters)

Der dritte Sturz war einer zu viel. Christopher Froome hat auf der fünften Etappe der 101. Tour de France aufgegeben und tief betrübt das wichtigste Radrennen der Welt verlassen müssen. Der Titelverteidiger kam auf dem anspruchsvollen Tagesabschnitt von Ypern/Belgien nach Arenberg gleich zweimal zu Fall und stieg rund 65 Kilometer vor dem Ziel mit schmerzverzerrtem Gesicht in ein Teamfahrzeug.

Bereits auf der vierten Etappe war Froome gestürzt und hatte sich unter anderem am linken Handgelenk verletzt. Auf dem Weg über das gefürchtete Kopfsteinpflaster des Klassikers Paris-Roubaix kam nun für den Kapitän des britischen Teams Sky das Aus.

Abschied unter Tränen

Zunächst hatte der unglückliche Froome nach rund 35 Kilometern auf regennasser Fahrbahn unliebsame Bekanntschaft mit dem Asphalt gemacht. Diesmal fiel er anders als tags zuvor auf die rechte Seite und mit offensichtlich glimpflichen Folgen, zumal dem Vorjahressieger das Missgeschick lange vor Erreichen der gefährlichen Streckenabschnitte unterlief und er rasch von seinen Teamkollegen zurück ins Hauptfeld geführt wurde. Lediglich eine kleine Schürfwunde in Hüfthöhe sowie Risse in Trikot und Hose waren zu erkennen.

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Dann musste er ein weiteres Mal zu Boden, und diesmal ging es nicht weiter. Froome stand am Straßenrand, schüttelte den Kopf und krümmte sich vor Schmerzen. Dann humpelte der Brite zum Begleitfahrzeug und verschwand um 15.43 Uhr noch vor dem ersten Pavé-Sektor mit Tränen in den Augen vor der großen Bühne des Radsports.

Zuversicht vor Etappenstart

Nach der vierten Etappe hatte der britische Top-Favorit auf den Gewinn des Gelben Trikots medizinisch betreut werden müssen, am Abend gab Teamchef Dave Brailsford nach Röntgenuntersuchungen Entwarnung: "Wir haben Tests durchgeführt und sind erleichtert. Er wird morgen an den Start gehen." Froome sei ein "Kämpfer, er gibt nicht so leicht auf". Es waren keine Brüche festgestellt worden.

"Ich habe gut geschlafen. Das Handgelenk wird weh tun, aber heute wird es für alle sehr schmerzhaft", sagte dann Froome vor dem Start der fünften Etappe und gab sich demonstrativ zuversichtlich. An der verletzten Hand trug der 29-Jährige eine Schiene, ansonsten schien äußerlich alles in Ordnung zu sein.

Sky verzichtet auf Wiggins

Froome war bereits vor einigen Wochen beim Critérium du Dauphiné auf die linke Seite gestürzt und hatte danach im Duell mit Alberto Contador (Tinkoff) ein herbe Schlappe hinnehmen müssen. Trotz der Siege bei der Tour de Romandie und Oman-Rundfahrt glich seine Saison bisher dem Seuchenjahr 2013 seines Landsmanns Bradley Wiggins, der von Brailsford nicht für die 101. Tour nominiert worden war.

Wiggins, der 2012 als erster Brite überhaupt die Tour für sich entschieden hatte, fand im Jahr seiner Titelverteidigung nie zu ähnlicher Stärke. Froome plagten in den letzten Monaten und Wochen nicht nur Stürze, sondern auch Rückenprobleme und eine Atemwegserkrankung, die zu der Kontroverse um eine medizinische Ausnahmegenehmigung durch den Radsportweltverband UCI geführt hatte. Sky-Boss Brailsford dürfte nun endgültig bereuen, den wiedererstarkten Wiggins ausgebootet zu haben.

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