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Tour de France 2014: Tony Martin triumphiert nach toller Solofahrt

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Nächster deutscher Etappensieg  

Tony Martin triumphiert nach toller Solofahrt

14.07.2014, 06:47 Uhr | sid

Tour de France 2014: Tony Martin triumphiert nach toller Solofahrt. Tony Martin gewinnt die 9. Etappe der Tour de France. (Quelle: AP/dpa)

Tony Martin gewinnt die 9. Etappe der Tour de France. (Quelle: AP/dpa)

Nach einem sagenhaften Soloritt hat Tony Martin auf der bislang schwersten Etappe der 101. Tour de France triumphiert und die deutsche Erfolgsgeschichte bei diesjährigen Frankreich-Rundfahrt fortgeschrieben. Der Zeitfahr-Weltmeister aus Cottbus siegte auf dem neunten Teilstück in den Vogesen unweit der deutschen Grenze, nachdem er 150 Kilometer an der Spitze des Feldes gefahren war - die letzten 60 davon als Solist.

Nach drei Siegen von Sprinterkönig Marcel Kittel und einem durch Andre Greipel war es bereits der fünfte Tageserfolg für einen deutschen Profi bei der diesjährigen Grand Boucle. Der 29 Jahre alte Omega Pharma-QuickStep-Star Martin, der zudem das Bergtrikot übernahm, lag im Ziel in Mülhausen nach 4:09:34 Stunden 2:45 Minuten vor dem Schweizer Fabian Cancellara (Trek). Cancellara gewann den Spurt einer 20-köpfigen Verfolgergruppe, aus der Tony Gallopin (Lotto-Belisol) mit Platz 16 das Gelbe Trikot des Gesamtführenden eroberte.

"Ich denke, es gibt nicht viele im Feld, die solch ein Solo hinlegen können", sagte Martin überglücklich im Ziel. "Aber ich musste es so machen, denn ich bin nicht gerade bekannt dafür, ein großer Ausreißer oder Taktiker zu sein. Aber wenn man mir einen kleinen Vorsprung lässt, kann ich ein gutes Rennen auch sehr schnell fahren. Heute lief jedenfalls alles perfekt, ich hatte gute Beine und die Form stimmte auch. Das Wetter war genau so, wie ich es brauche und mit nur einem anderen Fluchtgefährten an meiner Seite würde ich sagen: Es war einfach ein perfekter Tag", freute sich der dreimalige Zeitfahrweltmeister über sein Coup.

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Für Martin war es der insgesamt dritte Sieg bei einer Tour. Die ersten beiden hatte er 2011 und 2013 jeweils im Zeitfahren geholt - und Sieg Nummer drei war gewissermaßen auch eines. In der Gesamtwertung belegt er mit 12:15 Minuten Rückstand auf Gallopin den 30. Rang.

Frühe Flucht mit de Marchi

Bereits bei Kilometer 16 hatte sich Martin mit dem Italiener Alessandro de Marchi (Cannondale) vom Feld gelöst, ehe er seinen Fluchtgefährten auf der fünften von sechs Bergwertung mit einem trockenen Antritt stehen ließ. Und anders als bei der Vuelta 2013, als Martin nach fast 175 km als Solist 300 m vor dem Ziel gestellt worden war, wurden nun alle Mühe belohnt.

"Tony hat heute sehr gute Beine, das könnte sich ausgehen", sagte Omega Pharma-QuickSteps Sportdirektor Wilfried Peeters, als sich Martin von de Marchi abgesetzt hatte. Auf dem Weg zum 1.183 Meter hohen Markstein, dem ersten Pass der ersten Kategorie in diesem Jahr, fuhr Martin bei strömendem Regen schnell knapp zwei Minuten Vorsprung heraus, überquerte die letzte Bergwertung auf dem Grand Ballon (1336 Meter) 2:36 Minuten vor dem dort zweitplatzierten Spanier Joaquim Rodriguez (Katjuscha) und raste wie im Kampf gegen die Uhr die letzten 43 Kilometer nach Mülhausen.

Der seit der zweiten Etappe in der Gesamtwertung führende Italiener Vincenzo Nibali (Astana) kam 7:46 Minuten nach Martin mit den weiteren Favoriten ins Ziel und liegt nun 1:34 Minuten hinter Gallopin. Allerdings hatten Nibali und sein Team auch nicht krampfhaft versucht, das Gelbe Trikot zu verteidigen - spätestens auf der ersten Alpen-Etappe am Freitag dürfte sich Nibali das Leader-Shirt zurückholen wollen.

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