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Tour de France: Nibali hängt am Schlussanstieg alle ab

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Contador steigt aus  

Vincenzo Nibali hängt am Schlussanstieg alle ab

14.07.2014, 19:40 Uhr | sid

Tour de France: Nibali hängt am Schlussanstieg alle ab. Der Italiener Vincenzo Nibali hat die 10. Etappe der Tour de France gewonnen. (Quelle: dpa)

Der Italiener Vincenzo Nibali hat die 10. Etappe der Tour de France gewonnen. (Quelle: dpa)

Alberto Contadors Traum vom dritten Tour-Titel löste sich im Nebel der Vogesen in Luft auf, Vincenzo Nibalis Griff nach dem Gesamtsieg nimmt dagegen immer konkretere Formen an: Fünf Tage nach Titelverteidiger Christopher Froome ist im zweimaligen Tour-Sieger Contador der zweite Top-Favorit der Frankreich-Rundfahrt zum tragischen Opfer eines Sturzes geworden und verletzt ausgestiegen. Im Kampf um die Gesamtwertung läuft nun alles auf eine One-Man-Show des Italieners Nibali hinaus.

Einen ersten Vorgeschmack gab der 29 Jahre alte Kapitän des Teams Astana auf der schwierigen zehnten Etappe von Mühlhausen zur Bergankunft in La Planche des Belles Filles. Nibali düpierte die Konkurrenz auf der bis zu 20 Prozent steilen Rampe ins Ziel und schlüpfte nach seinem zweiten Tour-Tagessieg erneut ins "Maillot jaune". Die Frankreich-Rundfahrt scheint bereits vor der ersten Hochgebirgsetappe entschieden, der Australier Richie Porte (Sky) hat als Zweiter des Gesamtklassements 2:23 Minuten Rückstand.

Contador gibt unter Schmerzen auf

Ein Bild des Jammers bot dagegen Contador. Der 31-jährige Spanier vom Team Tinkoff-Saxo stürzte beim Teilstück von Mülhausen zur Planche des Belles Filles (161,5 km) in der regennassen Abfahrt vom Petit Ballon in den Vogesen. Dabei erlitt der Tour-Sieger von 2007 und 2009 einen Bruch des rechten Schienbeins, der operativ behandelt werden muss.

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Tony Martin mit starkem Auftritt

Nibali, Giro-Sieger von 2013, dürfte angesichts des Fehlens der beiden Hauptdarsteller und ernsthafter Konkurrenten kaum noch zu nehmen sein. Rund vier Kilometer vor dem Ziel machte der Sizilianer erstmals ernst und ließ das ausgedünnte Hauptfeld mühelos stehen. Auf den letzten Metern flog er dann am Spanier Joaquim Rodriguez (Katjuscha) vorbei und wiederholte seinen Triumph der zweiten Etappe.

Ein Sonderlob verdiente sich erneut auch Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin. Einen Tag nach seinem fulminanten Soloritt zum Etappensieg in Mühlhausen glänzte der 29-Jährige als Edelhelfer für den Polen Michal Kwiatkowski. Im Alleingang fuhr Martin auf dem Weg zum Petit Ballon, dessen Abfahrt zu Contadors Verhängnis wurde, das Loch zu einer Fluchtgruppe zu, die sich bereits einen Vorsprung von rund drei Minuten erarbeitet hatte.

Rodriguez muss abreißen lassen

In der Folge bolzte Martin an der Spitze der Fluchtgruppe unerbittlich Tempo, erst 20 Kilometer vor dem Ziel am Col des Chevrères ging dem kämpferischsten Fahrer des Tages die Puste aus. Kwiatkowski zog das Tempo an und duellierte sich mit Rodriguez, musste aber auf dem Schlussanstieg abreißen lassen.

Am Dienstag heißt es für das Peloton Kräfte sammeln und Wundenlecken. Am ersten Ruhetag der Tour stehen ausgiebige Massagen und nur kürzere Trainingsausritte auf dem Programm. Am Mittwoch führt die elfte Etappe über 187,5 Kilometer von Besancon nach Oyonnax.

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