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Tour de France: Degenkolb bei Gallopin-Sieg auf Rang zwei

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Tagessieg für Gallopin  

John Degenkolb verpasst den Etappensieg nur ganz knapp

16.07.2014, 18:51 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Tour de France: Degenkolb bei Gallopin-Sieg auf Rang zwei. In Jubelposse: Während der Franzose Tony Gallopin seinen Etappensieg feiert, kämpft John Degenkolb (links daneben) um Rang zwei. (Quelle: Reuters)

In Jubelposse: Während der Franzose Tony Gallopin seinen Etappensieg feiert, kämpft John Degenkolb (links daneben) um Rang zwei. (Quelle: Reuters)

Das war knapp: Sturzopfer John Degenkolb ist haarscharf am ersten Etappensieg seiner Karriere vorbeigeschrammt, stattdessen hat Tony Gallopin die Gastgeber bei der 101. Tour de France ein weiteres Mal verzückt. Degenkolb fehlten am Ende der elften Etappe über 187,5 Kilometer von Besancon nach Oyonnax nur wenige Meter, um Ausreißer Gallopin noch abzufangen. Der Franzose, der am Dienstag das Gelbe Trikot verloren hatte, sorgte damit für den zweiten Heimsieg bei dieser Frankreich-Rundfahrt.

Vincenzo Nibali, der Spitzenreiter und haushohe Favorit auf den Toursieg, hatte auf der Überführungsetappe keine großen Probleme, das Gelbe Trikot erfolgreich zu verteidigen. Zwei Tage vor der ersten schweren Alpenetappe mit der Bergankunft in Chamrousse liegt der 29 Jahre alte Italiener weiter 2:23 Minuten vor dem neuen Sky-Kapitän Richie Porte aus Australien.

"Ich bin kein Weichei"

"Schade, das Rennen war 200 Meter zu kurz. Es haben nur ein paar Meter gefehlt. Ich wollte heute fahren, bis die Schmerzen kommen. Sie sind nicht gekommen. Das ist ein gutes Zeichen, dass der Heilungsprozess vorangeschritten ist", sagte Degenkolb, der bis zum Schluss hoffte, "dass wir noch an Gallopin rankommen, aber er ist ein starkes Finale gefahren".

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Vor genau einer Woche war der Klassikerspezialist auf der Arenberg-Etappe schwer gestürzt und hatte eine Muskeleinblutung am Gesäßmuskel erlitten. Noch am Ruhetag hatte er von großen Schmerzen berichtet: "Bei jedem anderen Rennen würde ich nach Hause fahren. Ich klammere mich an den Strohhalm und hoffe noch auf einen Etappensieg. Ich bin kein Weichei." Die Vorstellung auf der elften Etappe gibt ihm aber wieder Hoffnung auf den langersehnten Etappensieg.

Drama am Ende des Feldes

Die Entscheidung fiel auf der rasanten Abfahrt über 13 Kilometer zum Ziel hin. Mit einer furiosen Fahrt holte sich Gallopin die entscheidenden Sekunden, um vor dem heranstürmenden Hauptfeld zu gewinnen. "Erst das Gelbe Trikot, dann heute die Etappe - das ist unglaublich", sagte der neue französische Tour-Held.

Ein Drama spielte sich unterdessen am Ende des Feldes ab. Andrew Talansky, einer der Tour-Geheimfavoriten und mehrfaches Sturzopfer, quälte sich den ganzen Tag über im Alleingang. Rund 60 Kilometer vor dem Ziel stieg der US-Amerikaner unter großen Schmerzen vom Rad und setzte sich auf eine Leitplanke. Doch nachdem sein Sportlicher Leiter mehrere Minuten auf Talansky eingeredet hatte, wurde dieser wieder auf seine Rennmaschine gesetzt und fuhr weiter - unter Tränen.

Talansky kam schließlich mit einem Rückstand von 32:08 Minuten auf Tagessieger Gallopin ins Ziel - damit blieb er nur ganz knapp im Zeitlimit. "Ich habe heute sehr unter meinen Sturzverletzungen gelitten. Aber ich wollte die Tour nicht einfach so beenden. Das ich weitergefahren bin, war auch für meine Teamkameraden, die mich bisher so toll unterstützt haben. Ich konnte nicht einfach so aufhören", sagte der völlig aufgelöste US-Amerikaner nach seiner Zielankunft. Und wieder kamen ihm die Tränen.

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